Ilse Aigner, BundesprÀsidentenwahl

BundesprÀsidentenwahl: Ost-CDU stellt sich hinter Ilse Aigner

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die CSU-Politikerin erhĂ€lt neben UnterstĂŒtzung aus Bayern nun auch RĂŒckhalt aus allen drei ostdeutschen CDU-gefĂŒhrten LĂ€ndern. Friedrich Merz muss in den kommenden Tagen entscheiden, ob die Union sie offiziell nominiert.

Bundesversammlung entscheidet im Januar

  • Die Bundesversammlung soll am 30. Januar ĂŒber die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden.
  • Die HĂ€lfte der Wahlleute kommt aus den LĂ€ndern, darunter Vertreter der CDU-gefĂŒhrten ostdeutschen LĂ€nder.
  • Friedrich Merz will den CDU-Gremien am Montag eine gemeinsame Kandidatin der politischen Mitte vorschlagen.
Drei MĂ€nner fĂŒr Aigner. (Archivfoto) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Ostdeutsche CDU-MinisterprĂ€sidenten unterstĂŒtzen Ilse Aigner

In der Debatte ĂŒber die Nachfolge von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier stellen sich alle drei ostdeutschen CDU-MinisterprĂ€sidenten hinter Ilse Aigner. Auch Brandenburgs CDU-Landeschef Jan Redmann und der baden-wĂŒrttembergische CDU-Fraktionschef Tobias Vogt unterstĂŒtzen die bayerische LandtagsprĂ€sidentin als Kandidatin der Union.

Voigt, Kretschmer und Schulze werben fĂŒr Aigner

ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt hatte sich zuvor als Erster fĂŒr Aigner ausgesprochen und ihr zugetraut, BundesprĂ€sidentin zu werden. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer und Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Sven Schulze schlossen sich an.

UnterstĂŒtzung reicht bis nach Baden-WĂŒrttemberg

Vogt stellte sich gemeinsam mit Bayerns CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek hinter Aigner. Er begrĂŒndete dies mit ihrer FĂ€higkeit, feste Überzeugungen mit der Bereitschaft zu verbinden, Menschen zusammenzufĂŒhren.

Aus dem Osten fehlt damit nur noch Mecklenburg-Vorpommern, dessen CDU-Landesverband kommissarisch von Philipp Amthor gefĂŒhrt wird. Aigner ist 61 Jahre alt und PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags.

Merz will Frau als Kandidatin vorschlagen

CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich fĂŒr eine Frau als kĂŒnftige BundesprĂ€sidentin ausgesprochen, aber noch keinen Namen genannt. Die CSU hatte Aigner bereits im April ins GesprĂ€ch gebracht und sich vor knapp zwei Wochen auf sie festgelegt.

Auch SPD und GrĂŒne haben Sympathien fĂŒr Aigner erkennen lassen. Merz will den CDU-Spitzengremien am Montag einen Vorschlag fĂŒr eine gemeinsame Kandidatin der politischen Mitte unterbreiten.

Bundesversammlung stimmt am 30. Januar ab

Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar ĂŒber die Nachfolge Steinmeiers. Die HĂ€lfte ihrer Wahlleute kommt aus den LĂ€ndern; CDU, CSU und SPD verfĂŒgen zusammen ĂŒber eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen.

In der 77-jÀhrigen Geschichte der Bundesrepublik gab es noch keine BundesprÀsidentin. Ebenso stellte die CSU bislang noch keinen BundesprÀsidenten. Neben Aigner werden aus der CDU unter anderem Julia Klöckner, Karin Prien, Annegret Kramp-Karrenbauer und Ines Claus als mögliche Kandidatinnen gehandelt.

Die UnterstĂŒtzung fĂŒr Ilse Aigner durch die ostdeutschen CDU-MinisterprĂ€sidenten verschiebt die innerparteiliche Dynamik vor der geplanten Entscheidung der Unionsspitze. ThĂŒringens Regierungschef Mario Voigt, Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer und Sachsen-Anhalts Regierungschef Sven Schulze stellen sich ebenso hinter die CSU-Politikerin wie Brandenburgs CDU-Landeschef Jan Redmann. Damit erhĂ€lt Aigner RĂŒckhalt aus mehreren wichtigen LandesverbĂ€nden.

Entscheidung in der Union

Die CSU hat Aigner bereits als Kandidatin favorisiert. In der CDU werden daneben unter anderem BundestagsprÀsidentin Julia Klöckner und weitere Politikerinnen als mögliche Bewerberinnen genannt. Entscheidend ist nun, ob CDU-Chef Friedrich Merz Aigner den Parteigremien als gemeinsame Kandidatin der Union vorschlÀgt.

FĂŒr die Wahl am 30. Januar 2027 ist die UnterstĂŒtzung aus den LĂ€ndern besonders relevant: Die Bundesversammlung besteht zur HĂ€lfte aus Bundestagsabgeordneten und zur HĂ€lfte aus Vertreterinnen und Vertretern der LĂ€nder. Eine unionsweit abgestimmte Kandidatur könnte zudem GesprĂ€che mit SPD und GrĂŒnen erleichtern, auf deren Stimmen eine parteiĂŒbergreifende Mehrheit angewiesen sein kann.

Historische Dimension

Aigner wĂ€re die erste Frau im Amt des BundesprĂ€sidenten und zugleich die erste Amtsinhaberin aus der CSU. Die BefĂŒrworter stellen vor allem ihre Erfahrung und ihre FĂ€higkeit heraus, ĂŒber Parteigrenzen hinweg zu wirken. Offen bleibt bis zur Nominierung, ob Merz den CSU-Vorschlag ĂŒbernimmt oder eine CDU-Kandidatin auswĂ€hlt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

stern: „BundesprĂ€sidentenwahl: Erste CDU-MinisterprĂ€sidenten fĂŒr Aigner“ (04.11.2026)

Der Beitrag bestĂ€tigt die UnterstĂŒtzung von Mario Voigt und Michael Kretschmer fĂŒr Aigner und ordnet sie als Bewegung der CDU zugunsten der CSU-Politikerin ein. Im Mittelpunkt stehen dort zunĂ€chst die ersten CDU-MinisterprĂ€sidenten; die dpa-Meldung fasst die UnterstĂŒtzung breiter und nennt zusĂ€tzlich Sven Schulze und Jan Redmann.

stern: „Wahl des Staatsoberhaupts: Auch Kretschmer wirbt fĂŒr Aigner als BundesprĂ€sidentin“ (04.11.2026)

Dieser Artikel hebt Kretschmers klare BefĂŒrwortung hervor. Gemeinsam ist beiden BeitrĂ€gen die EinschĂ€tzung, dass Aigner innerhalb der Union an RĂŒckhalt gewinnt; offen bleibt weiterhin, wen Merz offiziell vorschlagen wird.

Die Berichte stimmen in der UnterstĂŒtzung Aigners durch fĂŒhrende Unionspolitiker ĂŒberein. Unterschiede liegen vor allem im Schwerpunkt: WĂ€hrend ein Beitrag die parteipolitische Bewegung beschreibt, konzentriert sich der andere auf Kretschmers Position.

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