Bundespräsidentenwahl 2027, Katja Riemann

Bundespräsidentenwahl: Riemann und Borowski vertreten Bremen

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bremen entsendet neben Regierungschef Andreas Bovenschulte und zwei weiteren Vertreterinnen auch die Schauspielerin und den früheren Werder-Profi zur Bundesversammlung. Über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden.

Bremer Delegation für die Bundesversammlung

  • Die Bremer SPD-Fraktion nominierte Katja Riemann für die Bundesversammlung.
  • Die CDU-Fraktion entschied sich für den früheren Werder-Profi Tim Borowski.
  • Am 30. Januar 2027 wird über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entschieden.
  • Die SPD-Fraktion in Bremen nominierte die Schauspielerin für die Bundesversammlung. (Archivfoto) - Bild: Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa
  • Die Bremer CDU-Fraktion nominierte Borowski. (Archivfoto) - Bild: Andreas Gora/dpa
  • Maimuna Sallah wird die Bremer Grünen bei der Wahl vertreten. (Archivfoto) - Bild: Lars Klemmer/dpa
Die SPD-Fraktion in Bremen nominierte die Schauspielerin für die Bundesversammlung. (Archivfoto) - Bild: Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa Die Bremer CDU-Fraktion nominierte Borowski. (Archivfoto) - Bild: Andreas Gora/dpa Maimuna Sallah wird die Bremer Grünen bei der Wahl vertreten. (Archivfoto) - Bild: Lars Klemmer/dpa

Bremen schickt Riemann und Borowski nach Berlin

Schauspielerin Katja Riemann und der ehemalige Fußballnationalspieler Tim Borowski vertreten Bremen bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten. Die Bremer SPD-Fraktion nominierte Riemann, die CDU-Fraktion entschied sich für den früheren Werder-Profi Borowski.

Riemann und Borowski mit Bremen verbunden

Riemann ist kein SPD-Mitglied, engagiert sich aber wiederholt politisch und moderierte zuletzt den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen. SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör begründete die Nominierung mit ihrer Bekanntheit und ihrem Einsatz für demokratische Anliegen.

Borowski wurde als Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger bekannt. Er spielte jahrelang für Werder Bremen und trainierte unter anderem die U17-Mannschaft des Vereins.

Fünf Bremer Sitze in der Bundesversammlung

Bremen darf insgesamt fünf Mitglieder für die Bundesversammlung aufstellen. Neben Riemann und Borowski gehören Regierungschef Andreas Bovenschulte, die Bremer CDU-Fraktionsvorsitzende Wiebke Winter und die Literaturwissenschaftlerin Maimuna Sallah zur Bremer Delegation.

Sallah gehört zum Leitungsteam der Schwarzen Kinderbibliothek in Bremen. Die Einrichtung bietet als erste bundesweit ausschließlich Kinder- und Jugendliteratur über das Leben von Schwarzen an.

Wahltermin steht fest

Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich darauf festgelegt, dass eine Frau das höchste Amt übernehmen soll, nannte aber noch keinen konkreten Namen.

Die Bundesversammlung ist das einzige Verfassungsorgan, das den Bundespräsidenten wählt. Sie besteht aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleich großen Zahl von Delegierten der Länder, die von den Landesparlamenten gewählt werden.

Bremen verfügt dabei wegen seiner Einwohnerzahl über fünf Sitze für Ländervertreter. Die Auswahl von Katja Riemann, Tim Borowski und Maimuna Sallah verbindet unterschiedliche öffentliche Profile: Riemann steht für kulturelles und politisches Engagement, Borowski für die enge Verankerung des Fußballs in Bremen und Sallah für Bildungs- und Literaturarbeit. Andreas Bovenschulte und Wiebke Winter vertreten zusätzlich die politischen Fraktionen.

Entscheidung über Steinmeiers Nachfolge

Die Wahl am 30. Januar 2027 fällt in eine Phase, in der die Parteien ihre Personalentscheidungen vorbereiten. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich nach jüngsten Berichten auf eine Frau als gemeinsame Kandidatin der politischen Mitte festgelegt, ohne bisher einen Namen zu nennen. Als mögliche Bewerberinnen werden in der öffentlichen Debatte unter anderem Ilse Aigner, Karin Prien, Julia Klöckner und eine hessische Fraktionsvorsitzende genannt.

Für die Wählerinnen und Wähler ist die Entscheidung der Bundesversammlung vor allem deshalb relevant, weil das Staatsoberhaupt Deutschland nach außen repräsentiert, Gesetze ausfertigt und politische Orientierung geben kann, ohne selbst die Regierung zu führen. Die Bremer Delegierten tragen damit nicht nur zur regionalen Repräsentation bei, sondern nehmen an einer Wahl teil, deren Ergebnis die öffentliche Debatte über das Amt für die nächsten Jahre prägen wird.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „Neue Bundespräsidentin?: Bundeskanzler Merz will eine Frau vorschlagen“ (02.11.2026)

Der Beitrag bestätigt, dass Merz eine Frau als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt vorschlagen wolle. Er setzt den Schwerpunkt auf mögliche Namen und den erwarteten Zeitplan, während die Bremer Delegierten im Mittelpunkt der dpa-Meldung stehen.

Deutschlandfunk: „Berlin Merz hat sich offenbar auf Frau für die Nachfolge im Bundespräsidentenamt festgelegt - ‚Kandidatin der politischen Mitte‘“ (02.11.2026)

Der Deutschlandfunk berichtet ebenfalls über Merz’ Festlegung auf eine Frau und nennt weitere politisch gehandelte Namen. Offen bleibt damit weiterhin, wen die CDU tatsächlich vorschlagen wird; die Beiträge unterscheiden sich vor allem in der Auswahl und Gewichtung möglicher Kandidatinnen.

Medienübergreifend besteht Einigkeit über Merz’ Vorgabe einer weiblichen Nachfolge. Der konkrete Personalvorschlag und die parteiübergreifende Verständigung bleiben offen.

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