BundesprĂ€sidentin: Voigt hĂ€lt Aigner fĂŒr geeignet
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:58 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSVoigts UnterstĂŒtzung fĂŒr Aigner
- Mario Voigt sagte dem âSternâ in Erfurt, Ilse Aigner habe das Zeug zur BundesprĂ€sidentin.
- Voigt begrĂŒndete seine EinschĂ€tzung mit mehr als 20 Jahren Zusammenarbeit und gemeinsamer Erfahrung.
- Das CDU-PrĂ€sidium soll am Sonntag und Montag ĂŒber die Kandidatenfrage beraten.
- Aigner drĂ€ngte darauf, die Personaldebatte nicht unendlich fortzufĂŒhren.
Voigt unterstĂŒtzt Aigner als mögliche BundesprĂ€sidentin
Der ThĂŒringer MinisterprĂ€sident Mario Voigt hĂ€lt die bayerische LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner fĂŒr geeignet, BundesprĂ€sidentin zu werden. âIch finde sie gutâ, sagte der CDU-Politiker dem âSternâ.
Erfahrung und verbindendes Profil
Voigt verwies auf seine mehr als 20-jÀhrige Zusammenarbeit mit Aigner und sagte, sie ticke wie jemand, den Deutschland gerade brauche. Sie habe das Zeug zur BundesprÀsidentin.
Aigner könne das Land verbinden, sei nah an den Menschen und habe sich selbst hochgearbeitet, erklĂ€rte der ThĂŒringer Regierungschef. Darin liege eine ErzĂ€hlung, die das Land gebrauchen könne.
Union berĂ€t ĂŒber Steinmeier-Nachfolge
Die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier soll nach Voigts Angaben gemeinschaftlich in der Union entschieden werden. Er bezeichnete dieses Vorgehen als richtig.
Voigt traf Aigner am Mittwoch in Erfurt. Die bayerische LandtagsprĂ€sidentin sagte dem âSternâ am Rande ihres ThĂŒringen-Besuchs, man solle die Debatte ĂŒber eine mögliche Nachfolge nicht unendlich fortfĂŒhren.
Entscheidung am Wochenende erwartet
âMan sollte jetzt irgendwann einfach entscheidenâ, sagte Aigner. Das CDU-PrĂ€sidium, dem Voigt angehört, soll am Sonntag und Montag ĂŒber die Kandidatenfrage beraten.
Die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier gewinnt innerhalb der Union an Kontur. Steinmeiers zweite Amtszeit endet im MĂ€rz 2027; die Wahl des BundesprĂ€sidenten erfolgt durch die Bundesversammlung, die aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleich groĂen Zahl von LĂ€ndervertretern besteht.
Ilse Aigner verbindet mehrere fĂŒr das Amt relevante politische Ebenen. Die CSU-Politikerin ist PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags und war zuvor Bundesministerin. Ihre mögliche Nominierung wĂŒrde zudem die parteipolitische Abstimmung zwischen CDU und CSU in den Mittelpunkt rĂŒcken.
Entscheidung in der Union
Mit Mario Voigts UnterstĂŒtzung erhĂ€lt Aigner RĂŒckhalt aus einem CDU-gefĂŒhrten Bundesland. Zugleich deutet der Hinweis auf die Beratungen des CDU-PrĂ€sidiums darauf hin, dass die Personalie noch Teil eines innerparteilichen Entscheidungsprozesses ist. FĂŒr die Union geht es dabei nicht nur um eine einzelne Kandidatur, sondern auch um das Verfahren zwischen CDU und CSU.
Das Amt des BundesprĂ€sidenten ist parteipolitisch unabhĂ€ngig angelegt, wird aber durch die MehrheitsverhĂ€ltnisse in der Bundesversammlung geprĂ€gt. Eine Kandidatin aus der Union mĂŒsste deshalb ĂŒber die eigene Parteienfamilie hinaus Zustimmung gewinnen. Aigners Profil als LandtagsprĂ€sidentin und ihre Erfahrung in verschiedenen politischen Funktionen könnten dabei eine Rolle spielen.
Signal fĂŒr die Bundesversammlung
Die anstehenden Beratungen am Sonntag und Montag markieren den nĂ€chsten konkreten Schritt. Sollte sich die Union auf eine Kandidatin verstĂ€ndigen, wĂŒrde anschlieĂend die Suche nach UnterstĂŒtzung bei weiteren Parteien und Wahlleuten an Bedeutung gewinnen. Bis dahin bleibt die Personalfrage innerhalb der Union offen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: âZuspruch zu BundesprĂ€sidentin wĂ€chst - Merkel und Aigner besonders gewĂŒnschtâ (03.11.2026)
Der Beitrag ordnet Aigner als eine der besonders gewĂŒnschten möglichen Kandidatinnen ein und verweist auf die erwartete Entscheidung der Union. Damit bestĂ€tigt er die zentrale Personaldebatte, setzt den Schwerpunkt jedoch auf die öffentliche Zustimmung.
SWR: âWahl zum BundesprĂ€sident: BW nominiert Prominenteâ (03.11.2026)
Der SWR beschreibt Aigner als Favoritin und betont zugleich, dass die Nachfolgefrage noch nicht geklĂ€rt ist. Anders als die dts-Meldung konzentriert sich der Beitrag auf das Auswahlverfahren und mögliche Nominierungen aus Baden-WĂŒrttemberg.
Gemeinsam ist den BeitrĂ€gen die Einordnung Aigners als zentrale Figur der Debatte. Unterschiede bestehen beim Schwerpunkt zwischen persönlicher UnterstĂŒtzung, öffentlicher Zustimmung und dem weiteren Auswahlverfahren; offen bleibt die endgĂŒltige Entscheidung der Union.
