Parteien, Justiz

Linken-Schiedsgericht lehnt Ramelow-Antrag zu Gehaltsdeckel ab

09.06.2026 - 15:35:38 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow ist vorläufig vor dem Schiedsgericht der Linken damit gescheitert, dem Bundesvorstand seiner Partei zu verbieten, einen Antrag zur Deckelung von Abgeordnetengehältern zu stellen.Wie die FAZ berichtet, hatte Ramelow bei der Bundesschiedskommission der Linken eine "vorläufige Maßnahme" beantragt, um zu erreichen, dass auf dem Bundesparteitag nicht über den Antrag abgestimmt werden darf.

Linken-Schiedsgericht lehnt Ramelow-Antrag zu Gehaltsdeckel ab
Parteien - Bodo Ramelow (Archiv) 09.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Der Vorstand möchte die Bundestags- und Europaabgeordneten der Linken dazu verpflichten, ihr Gehalt in der Regel auf die Höhe eines durchschnittlichen Arbeitnehmerlohns zu begrenzen. Ramelow hält das Vorhaben des Vorstands für verfassungswidrig.

Bei den ehrenamtlichen Parteirichtern hatte er damit keinen Erfolg. Die Richter schreiben in ihrem Beschluss, aus dem die FAZ zitiert, dass "nach vorläufiger Einschätzung der Sach- und Rechtslage" Ramelows Antrag auf ein gerichtliches Einschreiten "bereits unzulässig sein dürfte". Dem früheren Thüringer Ministerpräsidenten fehle es am Rechtsschutzbedürfnis, da der Antrag zum Gehaltsdeckel noch nicht vom Parteitag beschlossen sei.

Ramelow schreibt in seiner Erwiderung an das Gericht, sein Rechtsschutzbedürfnis ergebe sich daraus, dass der Antrag des Parteivorstands bereits parteiinterne Wahlen beeinflusse. Die Annahme, Kandidaten müssten sich dazu noch nicht positionieren, sei "realitätsfremd". Ramelow hat Beschwerde gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts eingelegt.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69508114 |

Weitere Meldungen

Richterbund fordert Aufstockung der Justiz Der Deutsche Richterbund hat alarmiert auf den Anstieg politisch motivierter Kriminalität reagiert und eine rasche Aufstockung der Justiz gefordert.Während Straftaten aus einer politischen Motivation heraus einen neuen Höchststand erreichten, "laufen personell ausgezehrte Staatsanwaltschaften der Entwicklung vielfach hinterher", sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Politik, 10.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Hubig: Politisch motivierte Kriminalität trifft auch Frauen Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht von der zunehmenden politisch motivierten Kriminalität nicht zuletzt Frauen betroffen.Die jüngsten Zahlen zu politisch motivierter Kriminalität sprächen eine deutliche Sprache, sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit Blick auf die am Dienstag von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und BKA-Präsident Holger Münch präsentierte Statistik. (Politik, 10.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Eklat bei Bundestags-Planspiel: White-Power-Zeichen gezeigt Beim Bundestags-Planspiel "Jugend und Parlament" ist es zu einem Eklat gekommen. (Politik, 09.06.2026 - 16:42) weiterlesen...

Ramelow für Streichung von Paragraf 188 Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow fordert die Streichung des Straftatbestands der Politikerbeleidigung nach Paragraf 188 des Strafgesetzbuchs."Der Straftatbestand der Politikerbeleidigung war gut gemeint, seine Anwendung entwickelt sich aber in die völlig falsche Richtung", sagte der Linken-Politiker dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 08.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Bericht: AfD-Insider werfen Partei Säuberungsaktionen vor Zwei interne Brandbriefe an die AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla belasten offenbar die Parteiführung in Baden-Württemberg. (Politik, 07.06.2026 - 14:29) weiterlesen...

Koalition streitet über Abschaffung von Paragraf 188 Nach einem Strafbefehl für die Bezeichnung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als "Lügenfritz" gibt es in der schwarz-roten Koalition eine Debatte über eine mögliche Abschaffung der Politiker-Beleidigung nach Paragraf 188 StGB."Wir brauchen kein Sonderstrafrecht für Politiker. (Politik, 06.06.2026 - 11:58) weiterlesen...