Habeck will Windkraftausbau auf ausgeschriebene FlÀchen begrenzen
11.12.2024 - 20:06:55 | dts-nachrichtenagentur.deDie von Habeck geplanten Ănderungen wĂŒrden also den Ausbau der Windkraft einschrĂ€nken. Das Bundeskabinett sollte die GesetzesĂ€nderungen eigentlich am Mittwoch beschlieĂen, doch die Sozialdemokraten zogen den Punkt von der Tagesordnung zurĂŒck. Das Ministerium streitet ab, den Ausbau der Windkraft einschrĂ€nken zu wollen. "Keinesfalls beabsichtigt die Bundesregierung, den Windkraftausbau zu verlangsamen", teilte ein Sprecher Habecks auf Anfrage mit. Der zĂŒgige weitere Ausbau sei ein Kernanliegen des Ministeriums und stehe selbstverstĂ€ndlich im Zentrum der laufenden Beratungen. Habeck kommt mit dem Vorhaben einer expliziten Bitte des Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU) nach. Die GesetzesplĂ€ne werden in der Branche auch als "Lex Sauerland" bezeichnet, weil der Hochsauerlandkreis, in dem Merz seinen Bundestagswahlkreis hat, auf die EinschrĂ€nkungen drĂ€ngt. Dass sie umgesetzt werden, galt lange als nahezu ausgeschlossen, weil Habeck angeblich nicht mitspielen wĂŒrde. Merz machte keinen Hehl aus seinen Absichten, die Windkraft stĂ€rker zu regulieren. Unter Handlungsdruck fĂŒhlt er sich durch ein Urteil des OVG MĂŒnster vom 26. September, das die Regionalplanung fĂŒr die Windkraft in NRW aufgehoben hat. Unmittelbar nach dieser Entscheidung habe er Habeck in bestimmtem Ton gebeten, so schnell wie möglich eine bundesgesetzliche Regelung zu schaffen, erklĂ€rte Merz Ende November auf einer Wahlkampfveranstaltung vor Ort. Ziel sei, den Windenergie-Ausbau zu kanalisieren, auf bestimmten FlĂ€chen zu konzentrieren. Der Bundeswirtschaftsminister habe ihm zugesagt, innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Textentwurf zur Ănderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und des Baugesetzbuches vorzulegen, so Merz weiter. "Wir warten auf diesen Textentwurf seit ĂŒber zwei Monaten. Jetzt wird die Zeit ziemlich eng." Die Ănderungen mĂŒssen aus Sicht des OppositionsfĂŒhrers in den zwei verbleibenden Sitzungswochen des Bundestages beschlossen werden. Sonst sei es fĂŒr die Planer in Land und Kreis zu spĂ€t.
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