Reiche, Wasserstoff

Reiche will bei Wasserstoff zunÀchst auf Gas setzen

02.09.2025 - 18:24:08 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erwĂ€gt, bei der Umstellung von Industrieprozessen von klimaschĂ€dlichen EnergietrĂ€gern wie Erdöl, Erdgas und Kohle auf Wasserstoff zunĂ€chst Erdgas fĂŒr die Produktion von "nachhaltigem" Wasserstoff zuzulassen.

Katherina Reiche am 02.09.2025 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Man mĂŒsse mit der EU-Kommission darĂŒber sprechen, "dass sie uns Luft verschafft fĂŒr den Einsatz von vielleicht erstmal blauem Wasserstoff oder anderweitig gewonnenem, damit wir ĂŒberhaupt erstmal eine Pipeline befĂŒllen und sie dann ĂŒber Zeit begrĂŒnen", sagte Reiche am Dienstag bei einer Paneldiskussion auf der Industriepolitischen Jahreskonferenz der Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft IGBCE. Reiche argumentierte, derzeit fehlten Abnehmer. Produzenten mĂŒssten mit einer konstanten Abnahme von Wasserstoff rechnen können. "Da steht zum einen die Frage: Was ist nachhaltiger Wasserstoff? Das ist deshalb wichtig, weil der Abnehmer macht das ja nur, weil er sich von dem grĂŒnen Premium ein Vorteil verspricht: den Verkauf seines Produktes, das ErfĂŒllen von Nachhaltigkeitsanforderungen", so die CDU-Politikerin.

"Sind die aber zu hoch, wird er das nicht kaufen." Als "grĂŒn" gilt Wasserstoff, wenn er durch die Aufspaltung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gewonnen wird und der dafĂŒr benötigte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. "Blauer" und "grauer" Wasserstoff entsteht, wenn Methan oder Erdgas per Dampfreduzierung in Wasserstoff und CO2 aufgespalten wird. Bei grauem Wasserstoff gelangt dieses CO2 in die AtmosphĂ€re, bei "blauem" Wasserstoff wird es ĂŒber CCS abgeschieden und unterirdisch in Endlager verpresst. Dabei bleibt ein Rest an Emissionen, weil CCS nur einen Teil der Emissionen auffĂ€ngt und bereits bei der Förderung der EnergietrĂ€ger klimaschĂ€dliches Methan in die AtmosphĂ€re gelangt. Der Weltklimarat (IPCC) bewertet CCS als wichtiges Instrument, um mit schwer vermeidbaren Emissionen, wie beispielsweise in der Zement-, Stahl- oder Chemieindustrie, umzugehen. Zugleich warnt der IPCC, dass PlĂ€ne zur Entnahme von CO2 aus der AtmosphĂ€re die Anreize zur nötigen sofortigen Emissionsminderung verwĂ€ssern könnten. Da CCS-Projekte sich bislang als teuer und schlecht skalierbar erweisen, bleibt die Technologie zudem weit hinter den geplanten KapazitĂ€ten zurĂŒck. Eine besondere Herausforderung ist, dass die gespeicherten Emissionen in den EndlagerstĂ€tten dauerhaft daran gehindert werden mĂŒssen, wieder in die AtmosphĂ€re auszutreten, da sie sonst mit etwas Verzögerung dennoch zur Erderhitzung beitragen.

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