Claudia Wittig, BSW Sachsen-Anhalt

Claudia Wittig wirft Israel faschistische Politik vor

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die BSW-Politikerin Claudia Wittig erhebt schwere Vorwürfe gegen Israels Regierung und kritisiert zugleich die deutsche Unterstützung für den Staat. Ihre Aussagen reichen von der Bewertung der Regierungspolitik bis zu einem Genozidvorwurf.

Wittigs Vorwürfe gegen Israel

  • Claudia Wittig bezeichnet die israelische Regierung als faschistisch und nationalistisch.
  • Die BSW-Politikerin spricht von einer angeblich systematischen Deportation einer Bevölkerungsgruppe.
  • Wittig wirft Deutschland vor, schwerste Verbrechen Israels zu unterstützen.
Claudia Wittig (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Claudia Wittig kritisiert Israels Regierung scharf

Die stellvertretende BSW-Fraktionsvorsitzende in Sachsen-Anhalt, Claudia Wittig, hat Israel schwerste Vorwürfe gemacht. Gegenüber der „Welt“ bezeichnete sie die israelische Regierung als faschistisch und warf ihr die Unterdrückung einer Bevölkerungsgruppe sowie mögliche systematische Deportationen vor.

Vorwurf einer nationalistischen Politik

Israel habe „eine faschistische Regierung, die an allen Fronten Kriege führt und eine Bevölkerungsgruppe unterdrückt und höchstwahrscheinlich versucht, systematisch zu deportieren“, sagte Wittig der „Welt“ für deren Dienstagsausgabe.

Die Regierung treibe eine „faschistische, nationalistische Blut-und-Boden-Politik“ voran und verfolge eine „Großisrael-Vision“, sagte die Politikerin weiter.

Wittig kritisiert deutsche Unterstützung

Dem Staat Israel sprach Wittig ein Existenzrecht zu, schränkte dies jedoch mit dem Zusatz „soweit man so was über Staaten sagen kann“ ein. Zugleich warf sie Israel schwerste Verbrechen vor, die Deutschland unterstütze.

Deutschland nehme billigend in Kauf, dass die deutsche Schuld am Holocaust auf Kosten der Palästinenser ausgetragen werde, sagte Wittig. Deutschland benutze seine Verantwortung für einen von ihm selbst versuchten Genozid und unterstütze nun wieder einen, so die BSW-Politikerin.

Claudia Wittigs Aussagen stehen im Kontext des seit Jahren andauernden israelisch-palästinensischen Konflikts und der Folgen des Gaza-Kriegs. Die Debatte über Israels Vorgehen wird international insbesondere durch Berichte über die humanitäre Lage, Angriffe auf den Gazastreifen und die Versorgung der Zivilbevölkerung geprägt.

Die Vorwürfe der BSW-Politikerin reichen weit über eine Kritik an einzelnen Militäroperationen hinaus. Mit Begriffen wie „faschistisch“, „Blut-und-Boden-Politik“ und „Genozid“ greift Wittig die gesamte Politik der israelischen Regierung an und stellt zugleich die deutsche Unterstützung für Israel infrage. Die verwendeten Begriffe sind politisch und völkerrechtlich hoch aufgeladen.

Deutsche Debatte über Israel-Politik

In Deutschland trifft diese Position auf eine besondere historische Verantwortung wegen des Holocausts sowie auf die politische Verpflichtung, Israels Sicherheit zu schützen. Gleichzeitig wächst angesichts der humanitären Situation im Gazastreifen der Druck, deutsche Unterstützung, Waffenlieferungen und diplomatische Positionen kritisch zu prüfen.

Für die innenpolitische Debatte ist entscheidend, zwischen zulässiger Regierungskritik, völkerrechtlichen Bewertungen und pauschalisierenden Aussagen über Israel oder Juden zu unterscheiden. Wittigs Äußerungen dürften deshalb sowohl die Diskussion innerhalb des BSW und in Sachsen-Anhalt als auch die bundesweite Auseinandersetzung über das Verhältnis Deutschlands zu Israel beeinflussen.

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