VerdachtsfÀlle, Sozialbetrug

Tausende VerdachtsfÀlle auf Sozialbetrug mit ukrainischen PÀssen

23.02.2024 - 12:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) beschĂ€ftigt sich mit mehreren Tausend FĂ€llen, in denen Menschen mit ukrainischem Pass womöglich unzulĂ€ssigerweise Sozialleistungen in Deutschland erhalten haben.

Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Hintergrund der Verfahren sind Berichte aus AuslĂ€nderbehörden, schreibt der "Spiegel". Dort sollen sich Personen mit kurz zuvor ausgestellten ukrainischen PĂ€ssen gemeldet haben, die jedoch nur Ungarisch sprachen und womöglich eine doppelte StaatsbĂŒrgerschaft besitzen. Daher sollen Zweifel an ihrer Herkunft aufgekommen sein.

Ungarn haben als EU-BĂŒrger in Deutschland nicht direkt Anspruch auf Sozialleistungen wie das BĂŒrgergeld, der Bezug ist fĂŒr sie schwieriger. Ukrainer erhalten hingegen wegen des russischen Angriffskriegs vorĂŒbergehenden Schutz und Leistungen. Im vergangenen Herbst hatte das Bundesinnenministerium die BundeslĂ€nder gebeten, zweifelhafte FĂ€lle an das Bamf zu melden. Inzwischen sind dort 5.609 VerdachtsfĂ€lle eingegangen, die meisten kommen aus Bayern (2.846), es folgen Baden-WĂŒrttemberg (1.980), ThĂŒringen (697) und Niedersachsen (81). Das Bamf koordiniert die PrĂŒfungen der Staatsangehörigkeiten und tritt dazu mit ukrainischen und ungarischen Behörden in Kontakt. Laut einem Sprecher ist bislang fĂŒr 1.258 Personen die ukrainische Staatsangehörigkeit bestĂ€tigt worden, fĂŒr 208 Personen wurde eine ungarische identifiziert. Die Landesbehörden sollen nun entscheiden, wie mit diesen FĂ€llen zu verfahren ist. Behörden in Baden-WĂŒrttemberg stellten fest, dass viele der fraglichen Personen ihre PĂ€sse in der ukrainischen Stadt Berehowe erhalten hatten. Berehowe liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Ungarn entfernt. Die ukrainische Botschaft in Berlin ließ eine Anfrage des Nachrichtenmagazins zu dem Thema unbeantwortet.

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