Hohe, Asylzahlen

Hohe Asylzahlen: Bamf setzt Hunderte Leiharbeiter ein

04.03.2024 - 02:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) setzt Hunderte LeiharbeitskrĂ€fte zur Bearbeitung von AsylantrĂ€gen ein.

Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wie die "Neue OsnabrĂŒcker Zeitung" (NOZ) in ihrer Montagsausgabe berichtet, sind seit Oktober 2022 insgesamt 855 ArbeitskrĂ€fte von Vermittlerfirmen ausgeliehen worden. Sie sollen unter anderem AsylantrĂ€ge entgegennehmen und entsprechende Akten anlegen. Dabei sind nach Angaben eines Bamf-Sprechers bislang Kosten von etwa 22,34 Millionen Euro entstanden.

Derzeit seien etwa 420 Leiharbeiter fĂŒr die Bundesbehörde im Einsatz. Hintergrund sei die stark gestiegene Zahl an AsylantrĂ€gen sowie zusĂ€tzliche Aufgaben nach der Flucht von mehr als einer Million Ukrainern nach Deutschland. "Dieser sprunghafte Anstieg konnte mit dem dauerhaften Personalkörper des Bundesamtes nicht bewĂ€ltigt werden", teilte das Bamf der NOZ mit. In den Jahren 2019, 2020 und 2021 seien keine LeiharbeitskrĂ€fte eingesetzt worden. Zuvor hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in der "Welt am Sonntag" angekĂŒndigt, das Bamf mit 1.160 zusĂ€tzlichen KrĂ€ften stĂ€rken zu wollen. Auf Nachfrage der NOZ prĂ€zisierte das Ministerium am Wochenende, dass im Haushalt Mittel fĂŒr 343 neue Planstellen "sowie weitere 817 BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten fĂŒr den Einsatz von befristet BeschĂ€ftigten und von Leiharbeitnehmenden" hinterlegt seien. "Deren Einsatz wird sich vorrangig auf den Asylbereich konzentrieren", teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Leiharbeitsfirmen werben in Stellenausschreibungen fĂŒr TĂ€tigkeiten im Bamf mit guten Übernahmechancen. Linken-Politikerin Clara BĂŒnger sagte der NOZ: "Leiharbeit ist keine Lösung". Die Bundestagsabgeordnete fordert stattdessen Umschichtung beim Bamf-Personal: "Um mit PersonalengpĂ€ssen umzugehen, könnte das Bamf zum Beispiel auf die DurchfĂŒhrung aufwĂ€ndiger Dublin-Verfahren verzichten oder diese zumindest zurĂŒckfahren." Diese seien selten erfolgreich und erzeugten viel Leid bei den Betroffenen, so BĂŒnger. Bei Dublin-Verfahren handelt es sich um FĂ€lle, in denen Asylbewerber in andere europĂ€ische LĂ€nder zurĂŒckgeschoben werden sollen. Laut frĂŒheren Angaben der Bundesregierung setzt das Bamf in diesem Bereich etwa 350 BeschĂ€ftigte ein.

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