Finanzministerium plant strengere Auflagen für Post-Konkurrenten

17.10.2025 - 11:22:14 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundesfinanzministerium (BMF) will den Wettbewerb zwischen der teilstaatlichen Post und ihren Konkurrenten einschränken.

Deutsche-Post-Transporter (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Deutsche-Post-Transporter (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Die privaten Unternehmen sollen nur noch dann von der Mehrwertsteuer befreit werden, wenn sie höhere Auflagen bei der Beförderung von Geschäftsbriefen erfüllen, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf das Ministerium und das zuständige Bundeszentralamt für Steuern. Demnach soll es künftig nicht mehr reichen, dass die privaten Unternehmen ihre Dienste flächendeckend anbieten. Stattdessen müssen sie Vorgaben erfüllen, die die Laufzeit betreffen, die Zahl ihrer Postkästen und auch wie oft diese geleert werden.

Zusätzlich soll eine Rolle spielen, ob sie ihre Mitarbeiter ordentlich bezahlen. Bereits gewährte Freistellungsbescheide für Post-Konkurrenten werde das Bundeszentralamt für Steuern widerrufen. Die betroffenen Unternehmen dürfen die Steuerfreistellung unter den neuen Bedingungen erneut beantragen. Die privaten Herausforderer argwöhnen, dass das BMF auf Druck des ehemaligen Staatsbetriebs Post handle, der noch immer im Teilbesitz des Bundes ist. "Das offensichtliche Zusammenwirken von Finanzministerium und Deutscher Post legt die Vermutung nahe, dass deren Brief- und Paketteil aufgehübscht werden soll", sagte Walther Otremba, Vorsitzender des Bundesverbands Briefdienste, eines Zusammenschlusses privater Post-Konkurrenten. Die Post will ihren Brief- und Paketdienst an die Börse bringen.

de | politik | 68280463 |

Weitere Meldungen

Rheinmetall offen für Kooperation mit Ukrainern Rund drei Monate nach den stark kritisierten Aussagen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenindustrie sucht Deutschlands größter Rüstungskonzern die Nähe zu ukrainischen Herstellern von weitreichenden Waffensystemen.Papperger sagte dem "Handelsblatt", die ukrainische Rüstungsindustrie sei sehr dynamisch. (Wirtschaft, 22.06.2026 - 14:28) weiterlesen...

Offiziell: Bund will mit 40 Prozent bei Panzerbauer KNDS einsteigen Die Bundesregierung strebt eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile am Rüstungskonzern KNDS an. (Politik, 22.06.2026 - 10:16) weiterlesen...

Bundestag entscheidet Mittwoch über Staatseinstieg bei KNDS Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll am Mittwoch über den Einstieg des Bundes beim Panzerhersteller KNDS entscheiden. (Boerse, 22.06.2026 - 06:07) weiterlesen...

Italo-Chef erwartet 40 Prozent niedrigere Bahnpreise Der italienische Fernzugbetreiber Italo erwartet nach einem Einstieg in Deutschland deutlich sinkende Preise im Zugverkehr. (Wirtschaft, 21.06.2026 - 02:44) weiterlesen...

Anthropic-Sperre treibt Nachfrage nach KI außerhalb der USA Die Sperre der leistungsstärksten KI-Modelle von Anthropic für Nutzer und Unternehmen außerhalb der USA sorgt für einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach nicht-US-amerikanischen KI-Anbietern. (Ausland, 19.06.2026 - 12:46) weiterlesen...

Bericht: Deutsche Bahn löst Change-Management-Abteilung auf Die Deutsche Bahn löst im Zuge ihres geplanten Konzernumbaus ein rund 50-köpfiges Team für Change-Management auf. (Wirtschaft, 19.06.2026 - 10:19) weiterlesen...