Habeck plant CO2-Endlager-Förderung ĂŒber KlimaschutzvertrĂ€ge
13.03.2024 - 17:21:51 | dts-nachrichtenagentur.deGemeint sind etwa Zementfabriken, die sogenannte Prozessemissionen produzieren, die kaum vermieden werden können. Solche Produktionsanlagen könnten in Zukunft darauf angewiesen sein, ihr CO2 anderweitig loszuwerden. Eine Möglichkeit ist die unterirdische Speicherung des Gases, etwa unter dem Meeresboden der Nordsee. Der Fachbegriff dafĂŒr lautet Carbon Capture and Storage (CCS), was so viel wie das Abscheiden und Speichern von CO2 bedeutet. Die Technik ist jedoch extrem teuer. Allein fĂŒr die Erkundungen rechnen Forscher des Geomar Helmholtz-Zentrum fĂŒr Ozeanforschung in Kiel mit 100 bis 200 Millionen Euro pro LagerstĂ€tte. Bedenken gibt es auch zur Sicherheit solcher Endlager: Damit das CO2 nicht wieder in die AtmosphĂ€re entweicht, mĂŒssen die LagerstĂ€tten dauerhaft dicht sein. Bei Entweichungen von CO2 könnte etwas das Wasser in der Nordsee versauern und das Ăkosystem schĂ€digen. Die Unternehmen sollen kĂŒnftig CCS-Hilfen ĂŒber die am Dienstag von Wirtschaftsminister Habeck vorgestellten KlimaschutzvertrĂ€ge beantragen können. Diese sollen dabei helfen, insbesondere die energieintensive Industrie nachhaltig zu dekarbonisieren. In der ersten Runde stellt das Wirtschaftsministerium bis zu vier Milliarden Euro fĂŒr Unternehmen zur VerfĂŒgung. "CCS wird aber wahrscheinlich erst in der zweiten Gebotsrunde eine Rolle spielen", sagte Kluttig. Um an die Gelder zu kommen, mĂŒssen die Unternehmen sich an dem Auktionsverfahren beteiligen: Sie stellen dabei vor, wie viel Euro sie benötigen, um mit einer neuen Technologie eine Tonne CO2 einzusparen. Wer besonders gĂŒnstig Treibhausgase einsparen kann, erhĂ€lt den Zuschlag. Eine weitere Möglichkeit sei die neue Förderrichtlinie "Bundesförderung Industrie und Klimaschutz" (BIK), der Nachfolger des derzeitigen Programms "Dekarbonisierung in der Industrie". Dazu, wie viel Gelder fĂŒr CCS eingeplant sind, will sich Ministerium bisher nicht Ă€uĂern. Ausgeschlossen von der Förderung sind Gaskraftwerke, erklĂ€rte der Ministeriumsvertreter. "Das wĂŒrde sich auch nicht rechnen." Auf Zementwerke wĂŒrden hingegen in absehbarer Zeit hohe Zusatzkosten durch steigende Preise fĂŒr CO2-Zertifikate zukommen. Je teurer diese sind, desto mehr rechnet sich CCS, schĂ€tzt das Ministerium. GrundsĂ€tzlich könnten etwa die Kosten fĂŒr die AbscheidetĂŒrme, TransportgebĂŒhren des CO2? und die Einspeicherkosten gefördert werden, prĂ€zisierte eine Ministeriumssprecherin auf Nachfrage.
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