Uni Hamburg: Brosius-Gersdorfs Doktorarbeit ist kein Plagiat
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 10:10 Uhr | dpa.de
Die UniversitĂ€t Hamburg hat die Doktorarbeit der frĂŒheren Verfassungsrichter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf untersucht und kein Plagiat festgestellt. «Die zustĂ€ndigen Gremien sahen somit den Vorwurf eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens als nicht gerechtfertigt an», teilte die UniversitĂ€t auf ihrer Website mit. Das Verfahren ist abgeschlossen. Zuerst hatten mehrere Medien berichtet, darunter der «Spiegel».Â
Vor ungefĂ€hr einem Jahr war bekanntgeworden, dass die UniversitĂ€t die Doktorarbeit Brosius-Gersdorfs von der sogenannten Ombudsstelle prĂŒfen lĂ€sst. Hintergrund waren Berichte ĂŒber angebliche Parallelen zwischen ihrer Arbeit und der Habilitationsschrift ihres Mannes Hubertus Gersdorf.
Die Potsdamer Juraprofessorin Brosius-Gersdorf sollte vergangenes Jahr nach Vorschlag der SPD Richterin am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe werden. Die Union hatte aber erhebliche Vorbehalte gegen die Personalie. Es kam zum Streit in der Koalition. Die Wahl wurde abgesagt. Im August 2025 verzichtete Brosius-Gersdorf auf die Kandidatur.
Die UniversitÀt Hamburg hatte die Stellungnahme zu dem Verfahren bereits am Montag veröffentlicht.
