Bundesdrogenbeauftragter Streeck befürwortet höhere Tabaksteuer
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 18:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deTabak verursache jedes Jahr rund 30 Milliarden Euro direkte Kosten im Gesundheitswesen und weitere 67 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Schäden. "Deshalb gehört ein fester Teil der zusätzlichen Einnahmen in Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung." Die höhere Tabaksteuer dürfe daher "nicht nur den Bundeshaushalt entlasten", forderte Streeck. "Sie muss dazu beitragen, Abhängigkeit zu verhindern, Krankheit zu vermeiden und Leben zu schützen."
Wie am Montag bekannt geworden war, soll die Tabaksteuer stärker steigen als zunächst angenommen. "Die Regierungsfraktionen haben entschieden, die im Regierungsentwurf vorgesehenen Steuertarife noch einmal nach oben anzupassen", verlautete es gegenüber der "Frankfurter Rundschau" aus Regierungskreisen. "So soll vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestärkt werden", heißt es weiter. Zuvor hatte das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet. Demnach arbeitet die Bundesregierung an einer "schrittweisen" Erhöhung der Tabaksteuer. Bis 2030 soll eine Packung durchschnittlich knapp zwölf Euro kosten, aktuell sind es etwa acht Euro. Geplant ist die Änderung für 2027. Dann würde eine Packung Zigaretten 9,10 Euro kosten, 2028 wären es 9,91 Euro. 2029 sollen 10,81 Euro und 2030 11,78 Euro fällig werden. Der Tabaksteueranteil würde sich von etwa vier Euro bis 2030 auf 6,19 Euro erhöhen. Auch die Besteuerung von Feinschnitt, also von Tabak für selbstgedrehte Zigaretten, soll demnach steigen.
