Bund zahlte zu hohe AuslandszuschlÀge
20.06.2026 - 12:30:24 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach hieĂ es aus dem AuswĂ€rtigen Amt, bei einer Verwendung von BeschĂ€ftigten des Bundes im Ausland trete "neben die reine Inlandsdienstbesoldung die Auslandsdienstbesoldung, um die besonderen Bedingungen und Belastungen des Einsatzes im Ausland abzubilden". Die Berechnung der fĂŒr die Höhe maĂgeblichen Zonenstufen erfolge durch eine Firma, die weltweit Daten erhebe und eine mit dem AuswĂ€rtigen Amt abgestimmte Berechnungsmethode entwickelt habe.
Dabei werden neben immateriellen Faktoren wie der Sicherheits- und Versorgungslage auch Preisunterschiede fĂŒr GĂŒter und Dienstleistungen zwischen Berlin und dem Dienstort im Ausland berĂŒcksichtigt. Dazu wird eine Teuerungsziffer berechnet: Ist die Kaufkraft am Dienstort geringer und die Kosten damit höher, kommt eine positive Zahl heraus. Lebt es sich am auslĂ€ndischen Dienstort billiger als in der Bundeshauptstadt, ist der Faktor negativ.
Nach Informationen des "Spiegel" wurden aber alle Ziffern mit positivem Vorzeichen eingespeist, mit der Folge, dass die Zonenstufen einiger Dienstorte zu hoch eingestuft wurden. Betroffen sind 71 von 220 Dienstorten im Ausland, darunter auch Orte in Litauen, an denen Soldaten der Bundeswehr stationiert sind, die zur im Aufbau befindlichen Brigade Litauen gehören.
Das AuswĂ€rtige Amt prĂŒft derzeit, die Firma fĂŒr den entstandenen Schaden in Regress zu nehmen. Von den Staatsbediensteten kann die Bundesregierung die zu hohen ZuschlĂ€ge aus rechtlichen GrĂŒnden nicht zurĂŒckfordern. Bei der diesjĂ€hrigen Festsetzung der Zonenstufen wurde der Fehler bereinigt.
