Datenschutzbeauftragter, Ampel

Datenschutzbeauftragter kritisiert Ampel fĂŒr ungeklĂ€rte Nachfolge

11.01.2024 - 14:21:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) hat die ungeklĂ€rte Nachfolge fĂŒr sein Amt deutlich kritisiert.

Rednerpult im Bundeskanzleramt (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich bin nicht zufrieden mit dieser Situation", sagte er dem "Spiegel". Die regulĂ€re fĂŒnfjĂ€hrige Amtszeit von Kelber war zum Jahreswechsel ausgelaufen. "Die Bundesregierung hat mich bisher nicht fĂŒr eine zweite Amtszeit vorgeschlagen, aber auch keine Nachfolge", so Kelber.

Die BundestagsprĂ€sidentin habe ihn daher verpflichtet, die GeschĂ€fte fĂŒr bis zu sechs Monate weiterzufĂŒhren. Er selbst habe "klar gesagt, dass ich mir eine zweite Amtszeit wĂŒnsche". Er kenne auch keine GrĂŒnde fĂŒr das Verhalten der Bundesregierung, dazu gebe es "keine Aussage". Kelber hatte sich unter anderem ĂŒber die elektronische Patientenakte dezidiert kritisch geĂ€ußert und war mit dem Gesundheitsministerium von Karl Lauterbach aneinandergeraten. Man habe "an ein paar Stellen tatsĂ€chlich andere Auffassungen", auch wenn er die elektronische Patientenakte selbst fĂŒr sinnvoll halte. "Mit kleinen Änderungen hĂ€tte man den gleichen Funktionsumfang und den gleichen Bedienungskomfort erzielen können, mit besserer Datensicherheit und höherem Datenschutz", so Kelber. Seine Behörde kĂ€mpft seit Jahren auch gegen die Fanpage der Bundesregierung auf Facebook und hatte im vorigen Februar deren Schließung angeordnet - wogegen das Bundespresseamt klagte. "Klagen gegen unsere Entscheidungen gibt es hĂ€ufiger, die meisten gewinnen wir. Insofern sind wir nicht traurig, dass das gerichtlich entschieden wird", so Kelber. Auf die Frage, ob er angesichts des Chaos um seine Personalie ĂŒberlegt habe hinzuwerfen, sagte Kelber, es sei ein wichtiges Amt mit einer wichtigen Funktion. "Und die ist es wert, sie weiterzufĂŒhren. Das tue ich jetzt, so engagiert, als gĂ€be es keine Abberufung", erklĂ€rte der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete. Zudem habe er in den letzten Wochen viel UnterstĂŒtzung und FĂŒrsprache bekommen, aus dem eigenen Haus, aus der Gesellschaft, aber auch von beaufsichtigten Stellen.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 64569434 |