Windbranche warnt vor schwerer Krise durch GesetzesplÀne
31.05.2026 - 08:10:16 | dts-nachrichtenagentur.deKonkret kritisierte die Branchensprecherin die PlĂ€ne fĂŒr das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und fĂŒr das Netzpaket. Das EEG wĂŒrde die Wirtschaftlichkeit gefĂ€hrden, sagte Heidebroek. Durch das Netzpaket wĂŒrden AusbauflĂ€chen wegfallen.
In der Verantwortung sieht sie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Diese VorschlĂ€ge stammten aus dem Bundeswirtschaftsministerium, sagte die BWE-PrĂ€sidentin. Bisherige Warnungen verhallen demnach: Der erste Entwurf sei im Januar an die Ăffentlichkeit durchgestochen worden. Danach habe die Branche viele VorschlĂ€ge gemacht, merke aber: Der zweite Entwurf sehe genauso aus.
Der Verband hĂ€lt die fehlende Kommunikation des Wirtschaftsministeriums fĂŒr ein grundlegendes Problem. Es gebe sehr wenig Austausch, sagte Heidebroek. Das sage nicht nur ihr Verband ĂŒber Katherina Reiche, sondern viele andere VerbĂ€nde und Konzerne auch.
Irritiert ist die Branche dem BWE zufolge auch, weil sich die Regierung bei den Planungen fĂŒr den weiteren Windausbau selbst widerspricht. Im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung seien zusĂ€tzliche Ausschreibungen fĂŒr zwölf Gigawatt angekĂŒndigt, sagte die Verbandschefin. Es fehle leider das Gesetz, mit dem das umgesetzt werden mĂŒsste. Das wĂ€re das neue EEG. Im Entwurf dafĂŒr stehe aber nichts von zusĂ€tzlichen Ausschreibungen.
Heidebroek zufolge hat es die Bundesregierung in der Hand, ob sie den Ausbau der Windenergie wie 2017 abwĂŒrgt. Damals habe die GroĂe Koalition das VergĂŒtungsregime im EEG geĂ€ndert. Das habe fĂŒr einen Einbruch beim Windkraft-Ausbau gesorgt, sagte die BWE-Chefin. Die Hersteller hĂ€tten Mitarbeiter entlassen und Werke schlieĂen mĂŒssen. Die Branche habe bis voriges Jahr gebraucht, um sich zu erholen. Jetzt seien die AuftragsbĂŒcher wieder gefĂŒllt und sie schreibe schwarze Zahlen.
Auch die LĂ€nder machen demzufolge Druck auf das Wirtschaftsministerium. Die forderten doch die zusĂ€tzliche Ausschreibung, sagte Heidebroek. Viele CDU-Politiker aus den LĂ€ndern sagten: Wir brauchen mehr Windenergie vor Ort, denn die Wirtschaft elektrifiziert bereits und kann nicht mehr zurĂŒck. Deswegen möchten wir gerne investieren, den Windturbo zĂŒnden und ArbeitsplĂ€tze schaffen. DarĂŒber sollte sich eigentlich auch eine Wirtschaftsministerin freuen. Ihre GesetzentwĂŒrfe erreichten leider das Gegenteil.
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