Linnemann weist Zweifel an Eignung als Gesundheitsminister zurück
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 14:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deJetzt sei das Bürgergeld Geschichte, so Linnemann, und die neue Grundsicherung eingeführt. "Gleichzeitig verhandle ich jetzt seit über einem Jahr auch die Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss und sehe, dass auch im Gesundheitswesen ein erheblicher Reformdruck vorliegt." Das Gesundheitsministerium sei "zu einem der zentralen Reformressorts der Regierung geworden", so der CDU-Politiker weiter. "Das war auch der Grund, warum mich der Bundeskanzler gebeten hat, das Ressort zu übernehmen. Wir müssen einfach wissen: Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, aber eben nicht eines der besten. Weder sind die Menschen in Deutschland im Durchschnitt gesünder als anderswo, noch haben wir eine höhere Lebenserwartung." Er habe "großen Respekt vor der neuen Aufgabe", so Linnemann. "Ich weiß, dass ich mich noch tiefer werde einarbeiten müssen. Aber ich traue mir das zu."
Dem Sender Phoenix hatte Linnemann im Mai 2025 gesagt, es sei nicht "sein Ding", Minister zu sein, nur damit das irgendwo in Wikipedia stehe. "Wenn sie mich jetzt aufgestellt hätten, weiß ich nicht, als Gesundheitsminister, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt: Warum wird der Gesundheitsminister, was hat der damit zu tun? Und deswegen: Schuster, bleib` bei deinen Leisten, mach das, was du kannst."
Linnemann kündigte an, im neuen Amt die Zahl der Krankenkassen reduzieren zu wollen und die Beiträge zu stabilisieren: "Für die Reduzierung der Zahl der Krankenkassen setze ich mich ja seit Langem ein. Und dass die Sozialbeiträge stabilisiert, ja eigentlich sinken müssten, steht außer Frage. Aber es wird nicht einfach werden. Da mache ich mir nichts vor."
