Richterbund, Mehrbelastung

Richterbund warnt vor Mehrbelastung durch Cannabisgesetz

20.02.2024 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Deutsche Richterbund kritisiert das Cannabisgesetz, das in dieser Woche im Bundestag verabschiedet werden soll, und fordert den Bundesrat auf, das Gesetz zu stoppen.

Cannabis (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Sofern die Ampelkoalition die Bedenken der Praktiker dagegen nicht aufgreift, sollte der Bundesrat das Gesetz stoppen und den Vermittlungsausschuss einschalten", sagte Richterbund-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sven Rebehn dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben). "Mit dem Cannabisgesetz kommt eine gewaltige Mehrbelastung auf die ohnehin schon ĂŒberlastete Strafjustiz zu", kritisierte Rebehn. Die Staatsanwaltschaften verzeichneten landauf, landab steigende VerfahrenseingĂ€nge, "zuletzt waren es bundesweit rund 850.000 offene FĂ€lle, fast 30 Prozent mehr als vor zwei Jahren", so der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Richterbundes. Die PlĂ€ne der Ampelkoalition trieben diese hohe Belastung nun auf die Spitze: "Das in der Umsetzung ohnehin aufwendige Cannabisgesetz sieht obendrein noch einen rĂŒckwirkenden Straferlass vor", sagte Rebehn.

RechtskrĂ€ftig verhĂ€ngte Strafen wegen Taten, die nach neuem Recht nicht mehr strafbar seien, sollten demnach erlassen werden, soweit sie noch nicht vollstreckt sind. "Das lĂ€sst sich allerdings nicht per Knopfdruck ermitteln, sondern erfordert eine hĂ€ndische ÜberprĂŒfung aller einschlĂ€gigen FĂ€lle", so Rebehn. "Wir sprechen dabei von Zehntausenden Akten bundesweit."

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