Ebola: Lauterbach drängt auf Aufstockung der Entwicklungshilfe
27.05.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deEs gehe um humanitäre Leistungen, aber vor allem auch um Eigenschutz, so Lauterbach weiter. Die gekürzten Mittel der USA trügen bereits dazu bei, dass Gesundheitssysteme in afrikanischen Ländern wie dem Kongo zerfallen. So könnten sich extrem gefährliche Viren wie Ebola rascher ausbreiten und bei anderen Zoonosen zu Pandemien mit wirtschaftlichen Folgen werden. Zugleich drohten durch erodierende Gesundheitssysteme Flüchtlingswellen aus afrikanischen Ländern Richtung Europa.
Die populistischen Forderungen von rechten Parteien nach Einschnitten bei der Entwicklungszusammenarbeit seien völlig falsch, warnte der SPD-Politiker. Solche Kürzungen könnten sich bitter rächen.
Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile über 900 Verdachtsfälle identifiziert worden. Darunter sind bisher 101 bestätigte Fälle. Hilfsorganisationen wie das International Rescue Committee fürchten, dass sich Ebola schneller ausbreiten könnte als sich die Krisenreaktion darauf entwickelt.
An diesem Mittwoch will sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) über den aktuellen Gesundheitszustand des Ebola-Patienten sowie seiner Angehörigen aus den USA informieren, die vergangene Woche in der Berliner Charité aufgenommen wurden.
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