Merz, Weitergabe

Merz will Weitergabe von Geheimdienst-Daten an AuslÀnderbehörden

04.01.2025 - 07:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Kanzlerkandidat der Unionsparteien, Friedrich Merz (CDU), hat nach dem tödlichen Anschlag von Magdeburg Lockerungen beim Datenschutz gefordert.

Friedrich Merz (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Die Erkenntnisse der Polizeibehörden und der Nachrichtendienste mĂŒssen auch den AuslĂ€nderbehörden zugĂ€nglich sein", sagte Merz der "Welt am Sonntag". "Mein Eindruck ist, dass wir auf der datenschutzrechtlichen Seite wieder einige Probleme hatten, die wir nicht haben mĂŒssten." Merz fordert einen engeren Datenaustausch der Sicherheitsbehörden.

"Sowohl die Verfassungsschutzbehörden als auch die Polizei, die AuslĂ€nderbehörden und das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge mĂŒssen sich ĂŒber diese FĂ€lle ein komplettes Bild machen können, sodass sie das Mosaik im Fall einer Bedrohung nicht erst stĂŒckchenweise und auch nicht erst nach einer schweren Straftat, so wie jetzt wieder im Fall von Magdeburg, zusammenzusetzen mĂŒssen", sagte Merz. "Und um AnschlĂ€ge oder weitere Straftaten zu vermeiden, mĂŒssen auslĂ€ndische StraftĂ€ter spĂ€testens nach der zweiten Straftat ausgewiesen werden." FĂŒr den Fall eines Wahlsiegs der Unionsparteien nach der Bundestagswahl am 23. Februar kĂŒndigte der Kanzlerkandidat und CDU-Vorsitzende außerdem eine grundsĂ€tzliche Korrektur der bisherigen Migrationspolitik an. Nötig seien verstĂ€rkte ZurĂŒckweisungen bei der versuchten Einreise und erleichterte Ausweisungen bei StraffĂ€lligkeit. "Wir sehen immer deutlicher, dass wir mit der großen Zahl der zu uns kommenden, oftmals gar nicht schutzbedĂŒrftigen Menschen in Deutschland einfach nicht mehr zurechtkommen. Daran muss sich etwas sehr GrundsĂ€tzliches Ă€ndern", so Merz. In den ersten elf Monaten des Jahres 2024 wurden 45,3 Prozent der AsylantrĂ€ge positiv entschieden, weil eine SchutzbedĂŒrftigkeit anerkannt wurde. Zudem erhalten Asylbewerber fĂŒr kĂŒrzere ZeitrĂ€ume Duldungen, weil beispielsweise eine Abschiebung aufgrund von humanitĂ€ren oder rechtlichen GrĂŒnden nicht möglich ist. Der Kanzlerkandidat der Union will auch das derzeit angewandte Verfahren bei der Erteilung der deutschen StaatsbĂŒrgerschaft Ă€ndern. Eine doppelte Staatsangehörigkeit "sollte immer eine begrĂŒndungspflichtige Ausnahme bleiben und nicht zum dauerhaften Regelfall werden", sagte Merz. "Die EinbĂŒrgerung muss auch am Ende eines Integrationsprozesses stehen und nicht am Anfang, in der Hoffnung, dass die EinbĂŒrgerung selbst erst danach einen grĂ¶ĂŸeren Integrationsbeitrag leistet", sagte der CDU-Politiker. "Die von der Ampel beschlossene Kombination von schneller EinbĂŒrgerung und doppelter Staatsangehörigkeit schafft einfach zu viele Probleme in Deutschland, und deshalb mĂŒssen wir das sehr schnell wieder Ă€ndern."

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