Energieforscher kritisiert Klimaschutz-PlÀne der Union
10.01.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"FĂŒr den Klimaschutz ist der Ausbau der erneuerbaren Energien die SchlĂŒsselstrategie schlechthin. Hier kommt es darauf an, durch eine konsistente Politik die Ausbaudynamik der letzten beiden Jahre noch einmal zu verstĂ€rken", sagte er. "Die Kernenergie kann demgegenĂŒber keinen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten." Die theoretisch mögliche Reaktivierung der letzten abgeschalteten Reaktoren scheitere "einerseits an der fehlenden Bereitschaft der Kraftwerksbetreiber, dieses Wagnis einzugehen - zudem haben sie lĂ€ngst ihre Strategien umgestellt und setzen auf erneuerbare Energien", erklĂ€rte Fischedick. "Andererseits scheitert es an den hohen Investitionen, die notwendig wĂ€ren, um die Anlagen, die ĂŒber mehr als zehn Jahre nicht ertĂŒchtigt worden sind, auf ein hinreichendes Sicherheitsniveau zu bringen. Der Neubau von Kernkraftwerken ist energiewirtschaftlich unsinnig, das haben die hohen Kosten und extrem langen Bauzeiten der in Finnland und Frankreich vor Kurzem in Betrieb gegangenen Anlagen gezeigt", sagte der Klimaforscher weiter. Die Themen Klimaschutz, aber auch Klimaanpassung seien im Bundestagswahlkampf "im Vergleich zu ihrer Bedeutung deutlich unterreprĂ€sentiert", sagte Fischedick. "Mit Blick auf die zahlreichen Wetterextreme, die es im Jahr 2024 weltweit, wie auch in Deutschland, gegeben hat, und der Tatsache, dass die Weltmitteltemperatur in 2024 zum ersten Mal um mehr als 1,5 Grad höher lag gegenĂŒber dem vorindustriellen Niveau, ist das weder nachvollziehbar noch sachgerecht."
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