Faber, BrutalitÀt

Faber fĂŒr weniger BrutalitĂ€t beim ErklĂ€ren der Ukraine-Politik

12.06.2024 - 09:02:49 | dts-nachrichtenagentur.de

Der neue Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marcus Faber (FDP), spricht sich fĂŒr mehr EinfĂŒhlsamkeit bei der ErklĂ€rung der Ukraine-Politik aus.

Ukrainische Flagge in Kiew (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Um Themen wie die militĂ€rische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine zu erklĂ€ren, brauche man "weniger FrontalitĂ€t, vielleicht manchmal auch weniger BrutalitĂ€t", sagte Faber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Es sei "in jeder Diskussion hilfreich, sich in die Perspektive seines GegenĂŒbers hineinzuversetzen und zu versuchen, aus dieser Position die eigene wahrzunehmen". Fabers AmtsvorgĂ€ngerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) war wegen ihrer zum Teil derben Wortwahl auch kritisiert worden.

"Jeder hat charakterlich andere StĂ€rken", sagte Faber dem RND. "Ich werde den Ausschussvorsitz sicher anders machen als Marie-Agnes. Ich bin weniger robust und versuche, mehr zu erklĂ€ren." Zudem brachte Faber eine neue Variante ins Spiel, um die Bedenken von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gegen eine Lieferung von Taurusmarschflugkörpern an die Ukraine zu ĂŒberwinden. "Manche LĂ€nder schicken der Ukraine jetzt Kampfflugzeuge, zum Beispiel Schweden. Und an die schwedischen Kampfflugzeuge lassen sich Taurus dranhĂ€ngen", sagte er. "Vielleicht mĂŒssen wir also keine Taurus an die Ukraine liefern, sondern können einfach welche an Schweden geben." Die Argumente gegen eine Taurus-Lieferung direkt an die Ukraine seien zwar nicht haltbar. Es gebe "eigentlich fachlich keinen Grund, den Widerstand aufrechtzuerhalten", sagte Faber. "Aber es scheint fĂŒr manche inzwischen ein emotionales Thema zu sein." Der neue Vorsitzende des Verteidigungsausschusses plĂ€diert ferner dafĂŒr, die VorschlĂ€ge von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zur Wehrpflicht noch in dieser Wahlperiode auf den Weg zu bringen. "Die ersten Schritte kann man auf jeden Fall diese Wahlperiode machen", sagte Faber dem RND. "Die Bundeswehr braucht eine AufwuchsfĂ€higkeit. Wir sollten dabei erst mal auf Freiwilligkeit setzen. Der Truppe ist mehr gedient, wenn sie Leute bekommt, die Lust auf den Job haben. DafĂŒr sind die Schritte, die Pistorius plant, gut geeignet." Dies gelte zum Beispiel fĂŒr die EinfĂŒhrung eines Informationsbriefs an junge Leute im wehrfĂ€higen Alter, auf den geantwortet werden mĂŒsse. "Bei der eher geringen Personenzahl, die die Bundeswehr braucht, können wir mit so einer Art unterstĂŒtzter Freiwilligkeit schon sehr weit kommen", sagte Faber. "Wenn wir das nicht schaffen, dann mĂŒssen wir uns noch mal unterhalten."

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