Bofinger gegen österreichisches Renten-Modell für Schwerarbeiter
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 01:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deAuch die in Österreich gängige Praxis, die körperliche Belastung etwa an verbrauchten Kalorien festzumachen, sieht der Experte kritisch, da dies psychische Anstrengungen oder Gelenkverschleiß ausklammere. Wer schwer körperlich gearbeitet habe, schaffe die Hürde von 45 Beitragsjahren kaum und sei meist schon vorher in Rente, sagte Bofinger. Die Leute, die mit 45 Beitragsjahren in Rente gehen, seien überwiegend Leute, die eben gar keine harten körperlichen Arbeiten machen.
Um Betroffenen dennoch einen vorzeitigen Rentenbezug zu ermöglichen und sie nicht in andere Berufe umschulen zu müssen, schlägt die Kommission gezielte Härtefallregelungen vor. Wenn Leute in ihrer speziellen Berufsgruppe aufgrund körperlicher Beeinträchtigung nicht mehr arbeiten können, sollte man ihnen die Möglichkeit zum vorzeitigen Rentenbezug geben.
