Volker Beck kritisiert ESC-Boykott als antisemitisch
15.05.2026 - 09:22:17 | dts-nachrichtenagentur.deDer israelische Beitrag werde vom öffentlich-rechtlichen Sender KAN verantwortet, "der super regierungskritisch ist", wÀhrend auf russischer Seite ein staatlicher Propagandasender am Start gewesen sei. Dieser sei in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ausgeschlossen worden - das lasse sich nicht mit Israel gleichsetzen, so Beck.
Spanien, die Niederlande, Slowenien, Irland und Island boykottieren den ESC und werfen der EuropĂ€ischen Rundfunkunion doppelte Standards vor. Beck hingegen sieht die fĂŒnf LĂ€nder "kollektiv auf einem antisemitischen, antizionistischen Trip". Insbesondere der spanische MinisterprĂ€sident versuche aus seiner Sicht, mit seiner Israel-Politik von innenpolitischen Problemen abzulenken. Auch den Boykottaufruf von mehr als 1.100 Musikern bezeichnete Beck als antisemitisch motiviert und an der RealitĂ€t vorbeigehend.
Den Vorwurf, Israel nutze den ESC gezielt als Imagekampagne und rufe systematisch zu Mehrfachabstimmungen auf, hĂ€lt Beck fĂŒr unrealistisch. Die israelische Regierung sei in Sachen Imagewerbung so ungeschickt, dass israelische KĂŒnstler darĂŒber eher spötteln wĂŒrden. Gleichzeitig rĂ€umt er ein, dass die aufgeheizte Debatte sein eigenes Wahlverhalten beeinflusst: "Es gibt natĂŒrlich viele Menschen, zu denen gehöre ich selbst auch, die sagen: Ich bin so angewidert von diesen antiisraelischen Protesten und von diesen Boykotthaltungen, dass ich mich solidarisch bei so einer Abstimmung verhalte. Und dann schicke ich halt zehn SMS fĂŒr Noam Bettan und seinen Song ?Michelle`", sagte Beck. Eigentlich wĂŒnsche er sich aber, "dass man das alles nicht brĂ€uchte" und am Ende tatsĂ€chlich der beste KĂŒnstler die besten Chancen habe.
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