StÀdtetag: Stimmung in RathÀusern explosiv
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie Kommunen verzeichneten inzwischen jedes Jahr ein Defizit von ĂŒber 30 Milliarden Euro. "Deshalb muss sich der Bund in diesem Herbst bei den Finanzen bewegen. Wir werden nicht lockerlassen, bis das erreicht ist", sagte der SPD-Politiker. Statt Entlastungen kĂ€men immer neue Belastungen hinzu. Die Kommunen könnten ihre Aufgaben immer schlechter erfĂŒllen, obwohl sie sie laut Grundgesetz erfĂŒllen mĂŒssten.
Das gelte etwa fĂŒr die geplante Pflegereform. "Die Kommunen zahlen mit den SozialĂ€mtern momentan fast 40 Prozent der Eigenmittel, die ein PflegebedĂŒrftiger einsetzen muss, um stationĂ€r untergebracht zu werden", erklĂ€rte Jung. Nun kĂ€men durch die Pflegereform neue Belastungen hinzu. Die Krankenhausreform bedeute ebenfalls Mehrbelastungen. Die StĂ€dte stĂŒnden "jetzt schon mit dem RĂŒcken an der Wand".
Die BĂŒrger spĂŒrten die Auswirkungen - bei der ausbleibenden Sanierung von Schulen und SportplĂ€tzen, den Wartezeiten in den BĂŒrgerĂ€mtern und dem Streichen vieler freiwilliger Leistungen der StĂ€dte. Der StĂ€dtetags-PrĂ€sident warnte, das hinterlasse Spuren und nĂ€hre Skepsis gegenĂŒber den Institutionen und der Demokratie insgesamt. Er mache sich da "ganz groĂe Sorgen".
