SPD, Union

SPD und Union kritisieren boomendes GeschÀft mit Cannabis auf Rezept

03.07.2024 - 19:31:24 | dts-nachrichtenagentur.de

Der rasante Zuwachs von Cannabis-Verschreibungen via Privatrezept besorgt Bundestagsabgeordnete von SPD und Union.

Cannabis (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir beobachten, dass es auf einmal Online-Plattformen gibt, auf denen man, wenn man genug Dinge wie Schlafstörungen, Depressionen angibt, sofort ein Rezept ausgestellt bekommt, ohne einmal einen Arzt persönlich gesehen zu haben", sagte SPD-Innenpolitikerin Carmen Wegge dem Onlineportal des Senders ntv. "Das war nicht die Absicht des Gesetzgebers, um das sehr deutlich zu sagen." Mit der Legalisierung zum 1. April ist Cannabis aus der BetÀubungsmittel-Verschreibungsverordnung gestrichen worden.

Ärzte können seither deutlich einfacher Medizinalcannabis verschreiben. Auch die Auflagen fĂŒr Apotheken bei Dokumentation und Lagerung entsprechen nun den Vorgaben ĂŒblicher verschreibungspflichtiger Medikamente. Zahlreiche Onlineanbieter vermitteln seither gegen GebĂŒhr Video-GesprĂ€che mit Medizinern, die Cannabis auch bei weniger schwerwiegenden Erkrankungen und Beschwerden verschreiben. Das GeschĂ€ft soll rasant wachsen, wie ntv unter Berufung auf beteiligte Unternehmen berichtet. Aus der Unionsfraktion im Bundestag kommt scharfe Kritik. "Das wĂ€re ein Offenbarungseid der Ampelparteien, wenn sie auf diesem Weg eine kommerzielle Abgabe von Cannabis ĂŒber die HintertĂŒr ermöglicht haben", sagte Tino Sorge (CDU), gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Es könne nicht sein, dass Kiffer sich ĂŒber Selbstzahler-Rezepte mit Medizinalcannabis versorgen. "Das entspricht einer vorsĂ€tzlichen TĂ€uschung der Öffentlichkeit, wenn die Ampelkoalition einen Graumarkt geschaffen hat und duldet, in dem der Cannabisbedarf durch Medizinalcannabis zur Behandlung angeblicher Krankheiten gedeckt wird." Das von Karl Lauterbach (SPD) gefĂŒhrte Bundesgesundheitsministerium teilte mit, dass Ärzte einer "missbrĂ€uchlichen Verwendung ihrer Verschreibung keinen Vorschub leisten" dĂŒrften. "Auch Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, einem erkennbaren Arzneimittelmissbrauch in geeigneter Weise entgegenzutreten." Das Ministerium habe "weder die Möglichkeit noch die Berechtigung, Angebote Ă€rztlicher Personen im Einzelfall zu ĂŒberwachen oder zu ĂŒberprĂŒfen". Mögliche VerstĂ¶ĂŸe aufzudecken, sei Aufgabe der Aufsichtsbehörden der BundeslĂ€nder.

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