Freiburg, Sieg

3:2 nach 3:0: Freiburg rettet Sieg gegen Kiel

11.01.2025 - 17:28:30 | dpa.de

Der SC Freiburg setzt sich verdient, am Ende aber auch noch mal mit GlĂŒck gegen Holstein Kiel durch. GĂ€ste-Verteidiger Remberg unterlĂ€uft erneut ein Eigentor, der Aufsteiger bleibt auswĂ€rts sieglos.

Traf per Freistoß zum 2:0 fĂŒr Freiburg: KapitĂ€n Christian GĂŒnter (l.). - Foto: Tom Weller/dpa

Mit einem verdienten, am Ende aber auch wilden 3:2 (2:0) ĂŒber Holstein Kiel hat der SC Freiburg den dritten Heimsieg in Serie gefeiert. Die Badener bezwangen den in der Fußball-Bundesliga auswĂ€rts weiter sieglosen Aufsteiger durch ein Eigentor von Nicolai Remberg (23. Minute), einen Freistoß von KapitĂ€n Christian GĂŒnter (38.) und einen Treffer von Vincenzo Grifo (74.). FĂŒr die GĂ€ste konnte Phil Harres (85./90.) in der Schlussphase nur verkĂŒrzen.

Der SC verbesserte seine Position im Rennen um die Europapokal-PlĂ€tze. Die abstiegsgefĂ€hrdeten Kieler hingegen konnten den Schwung aus dem 5:1 gegen den FC Augsburg vor drei Wochen nicht mit ins neue Jahr nehmen und kassierten vor 33.700 Zuschauern wieder einen RĂŒckschlag.

Atubolu-Panne in der ersten Minute

Die Partie begann kurios. Keine Minute war gespielt, als Freiburgs Keeper Noah Atubolu den heranstĂŒrmenden Kieler Harres anschoss und der Ball in Richtung des SC-GehĂ€uses flog. Atubolu rannte hinterher und lenkte die Kugel gerade noch zur Ecke ab, die dann allerdings nichts einbrachte.

Nach diesem Schreckmoment ĂŒbernahmen die Gastgeber die Kontrolle. Kiels Defensive um den vom slowenischen Club NK Celje gekommenen Neuzugang David Zec ließ recht wenig zu - und fing sich dennoch schon vor der Pause die Gegentore 39 und 40 in dieser Bundesliga-Saison. SpĂ€ter folgte Nummer 41.

Zweites Eigentor von Remberg

ZunĂ€chst traf Remberg ins eigene Netz. Der Mittelfeldspieler grĂ€tschte in eine Hereingabe von Freiburgs Eren Dinkci und bugsierte den Ball unglĂŒcklich ĂŒber den eigenen Schlussmann Timon Weiner. Besonders bitter fĂŒr Remberg: Schon das erste Eigentor der Kieler Bundesliga-Historie beim 1:6 gegen den FC Bayern MĂŒnchen im September war auf sein Konto gegangen. Der Gast aus dem hohen Norden blieb offensiv harmlos, die Partie insgesamt auf ĂŒberschaubarem Niveau. 

Sechs Minuten vor der Pause erhöhte GĂŒnter mit einem sehenswerten Freistoß von der rechten Seite auf 2:0. Der Ball kam mit viel Tempo. Holstein-Keeper Weiner hatte vermutlich auf eine Flanke spekuliert, doch die Hereingabe wurde lĂ€nger und lĂ€nger - und flog schließlich von der Unterkante der Latte ins Tor.

Harres macht's noch mal spannend

Nach der Pause plĂ€tscherte das Spiel lange Zeit vor sich hin. Freiburgs Lucas Höler, der im Angriff den Vorzug vor den Österreichern Michael Gregoritsch und Junior Adamu erhalten hatte, scheiterte aus spitzem Winkel an Weiner (55.).

Kiels Trainer Marcel Rapp wechselte unter anderem Lewis Holtby und Jann-Fiete Arp ein, eine Schlussoffensive gab's von den GĂ€sten zunĂ€chst aber nicht. Freiburgs Grifo sorgte nach Vorlage von Ritsu Doan fĂŒr die vermeintliche Entscheidung. Per Doppelpack holte Harres den bis dahin so harmlosen Liga-Neuling doch noch mal zurĂŒck, der SC rettete das 3:2 aber ĂŒber die Zeit.

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