CDU-SozialflĂŒgel fordert Nachbesserungen bei Steuerreform
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 13:03 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie von Union und SPD vereinbarte Reform sei zwar ein richtiger erster Schritt, aber sie dĂŒrfe "nicht nachtrĂ€glich als Ausgleich fĂŒr die Inflation verkauft werden", mahnt Radtke. Dies sei vorrangig in Zeiten hoher Inflation wichtig. Wenn Arbeitnehmer wegen steigender Preise mehr Lohn bekommen, seien sie deshalb nicht automatisch reicher, erklĂ€rt Radtke. Der Staat dĂŒrfe sich an solchen rein inflationsbedingten Lohnerhöhungen nicht zusĂ€tzlich bedienen. Radtke fordert deshalb einen jĂ€hrlichen Automatismus zum Ausgleich der kalten Progression - nach österreichischem Vorbild.
"Dann ist klar: Der Inflationsausgleich ist keine politische Wohltat, sondern selbstverstĂ€ndlich", sagte Radtke. "Dann wird bei der geplanten Einkommensteuer auch deutlich, was reale Entlastungen sind und was der Staat ohnehin ausgleichen muss." Der Bund der Steuerzahler etwa rechnet fĂŒr das kommende Jahr mit Mehreinnahmen fĂŒr den Staat von acht Milliarden Euro.
Die von Union und SPD im Koalitionsausschuss vereinbarte Steuerreform entlastet die BĂŒrger im kommenden Jahr um 3 Milliarden Euro, im darauffolgenden Jahr um weitere sieben Milliarden Euro. Ein zusĂ€tzlicher Ausgleich fĂŒr die BĂŒrger, wie von Radtke gefordert, wĂŒrde demnach das Volumen der Steuerreform etwa verdoppeln.
In den vergangenen Jahren hatten Regierungen die kalte Progression ausgeglichen. Letztmals 2024 unter dem damaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Damals betrug das Volumen rund 10 Milliarden Euro.
