Geheimdienste, Gesellschaft

PKGr-Chef will Freiheitsrechte von Extremisten einschrÀnken

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 06:42 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Vorsitzende des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann (CDU), fordert nach dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin ein ?hÀrteres Vorgehen gegen Islamisten."Die KriegserklÀrung an unsere freiheitliche Demokratie beantwortet man nicht mit Samthandschuhen", sagte Henrichmann dem "Handelsblatt".

PKGr-Chef will Freiheitsrechte von Extremisten einschrÀnken
Tatort nach Todesfahrt beim CSD am 26.07.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wenn von einzelnen Personen eine konkrete, bekannte und erhebliche Gefahr fĂŒr die öffentliche Sicherheit ausgehe, dann mĂŒsse der Schutz von Leib und Leben "allerhöchste PrioritĂ€t" haben.

"Freiheitsrechte von gerichtsbekannten Extremisten und Islamisten dĂŒrfen auf allen staatlichen und behördlichen Ebenen spĂ€testens dann nicht lĂ€nger ĂŒberhöht werden, wenn Leib und Leben von Menschen gefĂ€hrdet sind", so Henrichmann. Ein entschlossenes Vorgehen gegen GefĂ€hrder sei unerlĂ€sslich. "Die preußische Pickelhaube gehört abgelegt. Wir mĂŒssen vor die Welle kommen", sagte er. "Denn Großveranstaltungen stehen im Fokus islamistischer GefĂ€hrder."

Auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), fordert einen hĂ€rteren Kurs. "Diese schreckliche Tat ermahnt alle in Justiz und Sicherheitsbehörden, die Gefahr des Islamismus noch ernster zu nehmen", sagte er dem "Handelsblatt". Islamismus sei "ein extremer Fanatismus mit hohem Gewaltpotenzial gegen Menschen in der westlichen Welt". Deshalb dĂŒrfe es "bei Personen, die dieser Ideologie anhĂ€ngen, keinerlei Nachsicht geben". Das mĂŒsse sich insbesondere "bei Haft, Sicherungsverwahrung und Abschiebehaft konsequent" widerspiegeln. "Es muss gelten: im Zweifel fĂŒr die Sicherheit der Bevölkerung."

Henrichmann verwies auf die geplante Reform der Nachrichtendienstgesetzgebung mit besseren und zeitgemĂ€ĂŸen Befugnissen. "Dazu gehören ein reibungsloser Datenaustausch zwischen Sicherheitsbehörden, eine erstklassige Datenanalyse und eine angemessene Datenbevorratung", sagte er. Nachrichtendienstliche Erkenntnisse ĂŒber terroristische GefĂ€hrder mĂŒssten zudem ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum ausgewertet werden, um Netzwerke besser erkennen zu können.

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