60 Jahre in der SPD: Schröder gut gelaunt bei Ehrung
27.10.2023 - 12:39:16 | dpa.deAltkanzler Gerhard Schröder ist fĂŒr 60 Jahre Parteimitgliedschaft von der SPD geehrt worden. Das teilten Schröder und Hannovers frĂŒherer OberbĂŒrgermeister Herbert Schmalstieg, der die Ehrung vorgenommen hatte, nach der nicht-öffentlichen Veranstaltung in Hannover mit.
Rund 40 GÀste waren nach SPD-Angaben dabei, darunter auch Otto Schily, der unter Schröder Bundesinnenminister war. Schröder war am Vormittag sichtlich gut gelaunt zu der Veranstaltung in der niedersÀchsischen SPD-Zentrale erschienen und hatte das GebÀude zusammen mit seiner Frau So-yeon Schröder-Kim durch den Hintereingang betreten.
Die Bedeutung der umstrittenen Ehrung spielte der 79-JÀhrige herunter. «Die bekommt jeder nach 25 Jahren, nach 50 Jahren und nach 60 Jahren. Da sind alle SPD-Mitglieder gleich. Ich bin also ein Gleicher unter Gleichen», sagte er beim Betreten des GebÀudes. Nach der Veranstaltung prÀsentierte er sich dann vor dem Haus mit der Urkunde, die von den Parteichefs Saskia Esken und Lars Klingbeil unterzeichnet war.
Ob Schröder fĂŒr sein ParteijubilĂ€um geehrt wird, war innerhalb der SPD umstritten. Sein Ortsverein Hannover Oststadt-Zoo erwog, auf die Ehrung zu verzichten. Daraufhin bot Hannovers frĂŒherer OberbĂŒrgermeister Herbert Schmalstieg an, die Ehrung zu ĂŒbernehmen.
Schröder: Deutsch-französische Friedensinitiative fĂŒr Ukraine
Insbesondere seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine steht der Altkanzler wegen seiner Verbindungen nach Russland in der Kritik - auch in der eigenen Partei. Schröder gilt als enger Freund von Kremlchef Wladimir Putin, Kritiker halten ihm auch seine jahrelange TĂ€tigkeit fĂŒr russische Energiekonzerne vor. Schröder hat sich von dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine aber distanziert. Diese Haltung bekrĂ€ftigte er. «Ich habe deutlich gemacht, was ich von dem Krieg halte, nĂ€mlich nichts. Ich habe aber nicht vor, meine persönlichen Beziehungen zu verĂ€ndern.»
Die SPD-ParteifĂŒhrung hat sich seit der russischen Invasion immer wieder deutlich von Schröder distanziert. Ein von 17 Parteigliederungen ins Rollen gebrachtes Parteiausschlussverfahren scheiterte aber.
Altkanzler Gerhard Schröder forderte heute eine deutsch-französische Friedensinitiative fĂŒr die Ukraine. Er habe die Hoffnung, dass sich beide LĂ€nder auf Spitzenebene zusammentun, um den Krieg zu beenden, sagte Schröder. «Denn Waffenlieferungen alleine werden ihn ja nicht beenden. Es muss wieder die Stunde der Diplomatie kommen. Und das kann nur von Deutschland und Frankreich ausgehen.»
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