Studie: Deutschland ist Spitzenreiter bei Sozialausgaben
24.11.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDer Durchschnitt der EU-LĂ€nder liegt laut Studie bei 39 Prozent. In den Benelux-LĂ€ndern Belgien, Niederlande und Luxemburg seien es 38 Prozent. Das arbeitgebernahe Institut kommt mit seiner Studie unmittelbar vor Beginn der Haushaltswoche im Bundestag und vor wichtigen Koalitionsverhandlungen ĂŒber das Rentenpaket heraus. Am Dienstag wird Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Bundeshaushalt 2026 im Parlament verteidigen. Der Etat sieht eine Neuverschuldung von 98 Milliarden Euro im Kernhaushalt und eine zusĂ€tzliche Kreditaufnahme fĂŒr die Sonderetats fĂŒr Infrastruktur sowie fĂŒr die Bundeswehr in Ă€hnlicher Höhe vor, sodass sich eine Gesamtverschuldung von 180 Milliarden Euro ergibt. Anteilig am Bruttoinlandsprodukt liegen die nordischen LĂ€nder bei den Sozialausgaben allerdings noch knapp vor Deutschland (jeweils 20 Prozent), dem EU-Durchschnitt (19 Prozent), den Benelux-LĂ€ndern (18 Prozent). Seit der Coronakrise sei die deutsche Staatsquote insgesamt - das ist der Anteil der staatlichen Ausgaben an der Wirtschaftsleistung - stark gewachsen, so das Institut. "Mit 41 Prozent der Gesamtausgaben wendet Deutschland gegenwĂ€rtig mehr fĂŒr die soziale Sicherung auf als die Vergleichsgruppen, und somit insbesondere auch mehr als die fĂŒr ihre ausgeprĂ€gten Sozialsysteme bekannten nordischen LĂ€nder", heiĂt es in der Studie. "Knapp die HĂ€lfte dieser Mittel entfĂ€llt auf die Alterssicherung, womit Deutschland einen mittleren Platz einnimmt. Bei den Ausgaben fĂŒr das Gesundheitswesen liegt Deutschland mit 16 Prozent der Gesamtausgaben gemeinsam mit den Benelux- und den nordischen LĂ€ndern an der Spitze." FĂŒr Bildung gibt Deutschland hingegen nur 9,3 Prozent der Gesamtausgaben aus - fast die HĂ€lfte weniger als Ăsterreich und die Schweiz, so die Studie. Bei öffentlichen Investitionen sei Deutschland mit 5,9 Prozent das Schlusslicht. Allerdings dĂŒrfte sich dies nun durch das Infrastruktur-Sondervermögen Ă€ndern. Bei den Ausgaben fĂŒr Gesundheit liegt Deutschland mit 16 Prozent der gesamten Ausgaben gemeinsam mit den Benelux- und den nordischen LĂ€ndern an der Spitze. Zugleich stiegen die Verwaltungsausgaben auf elf Prozent, ein internationaler Spitzenwert.
