Scholz: Wollen zusĂ€tzliche Milliarden-UnterstĂŒtzung fĂŒr Ukraine
28.05.2024 - 18:50:46 | dpa.deEs werde geprĂŒft, wie Zinseinnahmen aus eingefrorenem Vermögen der russischen Zentralbank genutzt werden könnten, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag bei einem deutsch-französischen Regierungstreffen auf Schloss Meseberg bei Berlin. "Wir wollen der Ukraine den Zugang zu zusĂ€tzlichen Finanzmitteln in Milliardendimension ermöglichen, damit sie ihre Verteidigung verlĂ€sslich leisten und damit die Sicherheit ganz Europas weiter erhöht werden kann." Ziel sei es, die BemĂŒhungen der G7-Staaten und der EU zu bĂŒndeln und zu verstĂ€rken.
Die Finanzminister der G7-Staaten hatten Ende vergangener Woche in Norditalien bereits Wege zur Nutzung der ZinsertrĂ€ge beraten. Noch gibt es aber keine Einigung ĂŒber den idealen Weg. Die USA hatten zuletzt vorgeschlagen, die G7 könnten der Ukraine einen groĂen Kredit geben, der durch die ZinsertrĂ€ge aus den eingefrorenen russischen Zentralbankgelder abgesichert wĂŒrde. Dieser Kredit könnte ein Volumen von rund 50 Milliarden Dollar haben.
Die EU-Staaten haben sich dazu bisher zurĂŒckhaltend positioniert - unter anderem, weil beim US-Vorschlag auch kĂŒnftige ZinsertrĂ€ge eingeplant wĂ€ren, die je nach Zinsentwicklung und Entwicklung des Ukraine-Kriegs gar nicht sicher zur VerfĂŒgung stehen. Die EU selbst hat beschlossen, 90 Prozent der bereits angefallenen, nutzbaren ZinsertrĂ€ge in den EU-Fonds fĂŒr die Finanzierung militĂ€rischer AusrĂŒstung und Ausbildung zu leiten. Mit den restlichen zehn Prozent soll unter anderem der Wiederaufbau von zerstörter Infrastruktur in der Ukraine finanziert werden.
