Steuern

VdK: Reiche stÀrker an Finanzierung des Sozialstaates beteiligen

06.09.2025 - 10:15:37 | dts-nachrichtenagentur.de

Deutschlands grĂ¶ĂŸter Sozialverband VdK hat zu einer stĂ€rkeren Beteiligung Vermögender an der Finanzierung des Sozialstaates aufgerufen und die Union vor einer Blockade gewarnt.

First-Class-Kabine Airbus A380-800 (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir sehen Handlungsbedarf bei der Vermögens- und bei der Erbschaftssteuer", sagte VdK-PrĂ€sidentin Verena Bentele der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (NOZ). Konkret sprach Bentele davon, große Schenkungen und Erbschaften ab zwei Millionen Euro höher zu besteuern und Steuerschlupflöcher zu stopfen. "Wer sich hinter den Koalitionsvertrag zurĂŒckzieht, macht es sich zu einfach, das sollte das Scheitern der VorgĂ€nger-Regierung jedem gezeigt haben", ergĂ€nzte Bentele. "Wenn die Regierung nur diejenigen zu Abstrichen zwingt, die ohnehin nicht viel haben, setzt sie den sozialen Frieden aufs Spiel." Zugleich signalisierte der VdK Kompromissbereitschaft mit Blick auf anstehende Reformen.

"Wir brauchen VerĂ€nderungen. FĂŒr mich öffnet sich gerade ein Fenster fĂŒr mehr Steuergerechtigkeit auf der einen und Reformen auf der anderen Seite", so die PrĂ€sidentin in der "NOZ". Dass aber derzeit gerade "auf wirklich allen KanĂ€len nur nach KĂŒrzungen und Abbau gerufen" werde, "das wird der Herausforderung nicht gerecht". Laut der VdK-PrĂ€sidentin ist es falsch zu behaupten, ein ĂŒberbordender FĂŒrsorgestaat sei das Problem. Stattdessen mĂŒsse die Konzentration von sehr viel Geld bei sehr wenigen Menschen in den Fokus rĂŒcken. "Die Superreichen schaffen es, dass sich niemand fĂŒr sie interessiert, und gefĂŒhlte Ungerechtigkeiten, wie, dass die Wohnkosten fĂŒr SozialleistungsempfĂ€nger zu teuer sind, treiben viele Menschen auf die BĂ€ume", so Bentele wörtlich. "Da ist etwas krĂ€ftig schiefgelaufen und muss unbedingt ins richtige Licht gerĂŒckt werden", forderte sie. "FĂŒr mich gehört zur Staatsmodernisierung dazu, dass der Auftrag des Grundgesetzes, Eigentum verpflichtet, zeitgemĂ€ĂŸ umgesetzt wird. Die Regierung sollte nicht mit dem Versuch davonkommen, das unter Verweis auf den Koalitionsvertrag ohne echte Diskussion abzumoderieren."

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