DFB-Frauen, Deutschland gegen Japan

DFB-Frauen besiegen Japan in Bremen mit 2:1

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 20:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gewinnt in Bremen gegen Asienmeister Japan mit 2:1. Linda Dallmann und Klara Bühl drehen die Partie nach frühem Rückstand.

  • Traf zum deutschen Sieg gegen Japan: Klara Bühl (r.). - Bild: Carmen Jaspersen/dpa
    Traf zum deutschen Sieg gegen Japan: Klara Bühl (r.). - Bild: Carmen Jaspersen/dpa
  • Erzielte Japans Führung: Momoko Tanikawa vom FC Bayern München. - Bild: Carmen Jaspersen/dpa
    Erzielte Japans Führung: Momoko Tanikawa vom FC Bayern München. - Bild: Carmen Jaspersen/dpa
  • Satt getroffen: Linda Dallmann (r) erzielt das 1:1. - Bild: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
    Satt getroffen: Linda Dallmann (r) erzielt das 1:1. - Bild: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Traf zum deutschen Sieg gegen Japan: Klara Bühl (r.). - Bild: Carmen Jaspersen/dpa Erzielte Japans Führung: Momoko Tanikawa vom FC Bayern München. - Bild: Carmen Jaspersen/dpa Satt getroffen: Linda Dallmann (r) erzielt das 1:1. - Bild: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Deutschland dreht Partie in Bremen

  • Momoko Tanikawa bringt Japan im Weserstadion in der 15. Minute in Führung.
  • Linda Dallmann gleicht in der 28. Minute nach Vorlage von Klara Bühl aus.
  • Klara Bühl erzielt in der 73. Minute das Siegtor für Deutschland.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat den Test gegen Asienmeister Japan in Bremen mit 2:1 (1:1) gewonnen.

Japan nutzt erste große Chance

Vor 26.574 Zuschauerinnen und Zuschauern erwischte Japan den besseren Start. Aoba Fujino bediente Momoko Tanikawa, die Ena Mahmutovic in der 15. Minute mit einem platzierten Abschluss bezwang.

Deutschland brauchte zunächst Zeit, um in die Partie zu finden. Danach dominierte die Mannschaft von Bundestrainer Christian Wück über längere Phasen und setzte Japan mit schnellem Passspiel unter Druck.

Dallmann trifft nach Bühl-Vorlage

Den Ausgleich leitete das Bayern-Duo Franziska Kett und Klara Bühl über die linke Seite ein. Bühl legte für Linda Dallmann auf, die den Ball in der 28. Minute aus zwölf Metern unter die Latte setzte.

Wück hatte seine Startelf im Vergleich zum 4:2 gegen Australien auf vier Positionen verändert. Marie Müller und Sophia Kleinherne rückten in die Abwehr, Dallmann und Nicole Anyomi kamen offensiv neu ins Team.

Wück verändert die Mannschaft

Zur zweiten Halbzeit brachte der Bundestrainer Janina Minge und Melissa Kössler für Camilla Küver und Anyomi. Später kamen Cora Zicai und Carlotta Wamser für Brand und Müller in die Partie.

Japan verteidigte lange kompakt. Torhüterin Ayaka Yamashita parierte einen Schuss von Dallmann und lenkte ihn über die Latte. Deutschland blieb dennoch die aktivere Mannschaft.

Bühl entscheidet das Spiel

In der 73. Minute belohnte sich Bühl für ihren starken Auftritt. Nach Zuspiel von Kössler traf die 25-Jährige mit dem linken Fuß flach zum 2:1.

Japan konnte in der Schlussphase kaum noch Druck entwickeln. Wück bewertete die Partie als Spitzenspiel auf sehr hohem Niveau und sah bei seinem Team einen deutlichen Schritt nach vorn.

Testspiel mit hoher Aussagekraft

Der 2:1-Erfolg gegen Japan ist für die deutsche Mannschaft mehr als ein weiterer Sieg in der Vorbereitung. Japan gehört traditionell zu den spielstarken Teams im Frauenfußball und stellt Deutschland mit technisch sauberem Passspiel sowie einer disziplinierten Defensive vor andere Aufgaben als viele europäische Gegner.

Wück erhielt in Bremen zugleich Hinweise darauf, wie konkurrenzfähig sein Team gegen einen tief stehenden Gegner bleibt. Deutschland geriet zunächst in Rückstand, fand danach aber über Ballbesitz, Kombinationen und Angriffe über die linke Seite in die Partie zurück. Dass zwei Bayern-Spielerinnen die Tore erzielten, unterstreicht zudem die Bedeutung eingespielter Vereinsverbindungen im Nationalteam.

Breite und Belastungssteuerung

Nach dem 4:2 gegen Australien setzte Wück auf vier Veränderungen und wechselte im Spielverlauf mehrfach. Diese Rotation schafft Wettbewerb, ermöglicht Belastungssteuerung und liefert dem Trainer Vergleichswerte für die weitere Vorbereitung.

Für die Zuschauer bedeutet der Erfolg vor allem, dass die Mannschaft auch gegen einen Rückstand Lösungen findet. Offen bleibt, wie stabil die Defensive und das Angriffsspiel über längere Turnierphasen funktionieren. Der Sieg gegen Japan stärkt jedoch die Ausgangslage und das Selbstvertrauen der DFB-Auswahl.

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