DFB-KapitÀn gegen Serbien: Klopp muss Kimmich ersetzen
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 06:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSJĂŒrgen Klopp muss fĂŒr die Nations-League-Spiele der deutschen FuĂball-Nationalmannschaft gegen Serbien und Griechenland einen neuen KapitĂ€n bestimmen, weil Joshua Kimmich wegen Sonderurlaubs nicht zum zweiten Aufgebot gehört.
Entscheidung vor dem Serbien-Spiel
Deutschland spielt am Donnerstag um 20.45 Uhr in MĂŒnchen gegen Serbien, am Sonntag folgt um 20.45 Uhr in Thessaloniki das RĂŒckspiel gegen Griechenland. Klopp hatte bei der Vorstellung seiner beiden Aufgebote offengelassen, wer die SpielfĂŒhrerbinde ĂŒbernehmen soll.
Mit Kai Havertz fehlt der frĂŒhere Stellvertreter Kimmichs wegen einer Muskelverletzung. Antonio RĂŒdiger, der zweite Ersatzmann, hat seine Karriere in der Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft im Sommer beendet. Keiner der vier Kandidaten hat die Binde im DFB-Team bislang getragen.
Gnabry bringt die meiste Erfahrung mit
Serge Gnabry wĂ€re nach der frĂŒheren Orientierung an der Zahl der LĂ€nderspiele der naheliegendste Kandidat. Der 31-JĂ€hrige kommt auf 61 EinsĂ€tze, befindet sich nach einer Muskelverletzung aber noch im Aufbau und wurde unter Klopp bislang zweimal eingewechselt.
Wirtz mit vielen EinsÀtzen
Florian Wirtz hat 46 LÀnderspiele bestritten und ist mit 23 Jahren der zweitdienstÀlteste Spieler im aktuellen Aufgebot nach EinsÀtzen. Klopp hatte zuletzt zugleich beschrieben, dass hohe Erwartungen den Offensivspieler belasten können.
Raum oder Schlotterbeck als FĂŒhrungsspieler
David Raum kommt auf 39 LÀnderspiele und ist bei RB Leipzig KapitÀn. Der 28-JÀhrige sagte, die zusÀtzliche Verantwortung habe ihm dort geholfen, an ihr zu wachsen.
Nico Schlotterbeck hat 30 LĂ€nderspiele absolviert und war bei Borussia Dortmund bereits InterimskapitĂ€n. Der Verteidiger gilt als kommunikativer FĂŒhrungsspieler und könnte die Rolle als zusĂ€tzlichen Ansporn verstehen.
Klopp nutzt die zweite KaderhÀlfte
Die Suche nach einem ErsatzkapitĂ€n ist Teil eines ungewöhnlichen Neustarts unter JĂŒrgen Klopp. Der Bundestrainer hatte fĂŒr die beiden Nations-League-Wochen zwei weitgehend unterschiedliche Aufgebote zusammengestellt. Nach dem 0:1 gegen Griechenland tritt nun die zweite Gruppe an, wĂ€hrend Joshua Kimmich wie geplant Sonderurlaub erhĂ€lt.
Sportlich steht die Nationalmannschaft dabei bereits unter Druck. Nach einem 1:1 in den Niederlanden und der Niederlage gegen Griechenland hat Deutschland erst einen Punkt. Gegen Serbien, das bislang ohne ZĂ€hler ist, geht es deshalb nicht nur um die Besetzung der SpielfĂŒhrerrolle, sondern auch um den ersten Sieg in Klopps drittem LĂ€nderspiel.
Mehr als eine symbolische Entscheidung
Die Wahl des KapitĂ€ns kann Hinweise darauf geben, wem Klopp innerhalb der neu formierten Mannschaft FĂŒhrungsverantwortung zutraut. Serge Gnabry bringt die meiste Erfahrung mit, ist aber nach einer Muskelverletzung noch im Aufbau. Florian Wirtz verfĂŒgt ĂŒber viele LĂ€nderspiele fĂŒr sein Alter, wĂ€hrend David Raum und Nico Schlotterbeck bereits bei ihren Vereinen FĂŒhrungsrollen ĂŒbernommen haben.
FĂŒr die Spieler geht es damit um mehr als die Binde fĂŒr ein einzelnes Spiel. Die Partien gegen Serbien und anschlieĂend erneut gegen Griechenland bieten den Kandidaten die Gelegenheit, sich in einer Mannschaft mit stark verĂ€nderter Hierarchie zu profilieren. Welche Lösung Klopp wĂ€hlt, dĂŒrfte deshalb auch fĂŒr die weitere Rollenverteilung im DFB-Team Bedeutung haben.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: âPremiere und neuer KapitĂ€n: Klopp muss vor dem Serbien-Spiel wichtige Fragen beantwortenâ (29.09.2026)
Der Bericht bestĂ€tige, dass Joshua Kimmich den zweiten Kader wie geplant verlassen habe und Klopp vor dem Spiel gegen Serbien noch einen ErsatzkapitĂ€n bestimmen mĂŒsse. Als mögliche Kandidaten nenne er ebenfalls Serge Gnabry, Florian Wirtz, David Raum und Nico Schlotterbeck, setze den Schwerpunkt aber zusĂ€tzlich auf weitere offene Personalfragen und den Druck nach dem Fehlstart in der Nations League.
n-tv: ââIch bin jetzt mal weg!â: Sind die Spiele ohne Kimmich eine echte Chance fĂŒr die DFB-Elf?â (29.09.2026)
Die Analyse stelle stĂ€rker die sportliche Bedeutung von Kimmichs Abwesenheit heraus. Sie gebe wieder, Bastian Schweinsteiger halte den KapitĂ€n aktuell fĂŒr schwer ersetzbar, lasse aber zugleich offen, ob die verĂ€nderte Besetzung der Mannschaft eine andere Spielanlage ermöglichen könne.
Beide BeitrÀge bestÀtigten damit die personelle Ausgangslage und die vier Kandidaten; der erste Bericht konzentriere sich auf Klopps unmittelbar anstehende Entscheidungen, wÀhrend der zweite die lÀngerfristige Frage nach Kimmichs Rolle und dem Entwicklungspotenzial der ErsatzkrÀfte betone.
