DFB-Team spielt 0:0 in Griechenland: Klopp verpasst Revanche und steht unter Druck
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 22:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch das Rückspiel gegen Griechenland nicht gewonnen und musste sich in Thessaloniki mit einem 0:0 begnügen.
Revanche bleibt aus
Eine Woche nach dem 0:1 in Augsburg verpasste das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp damit die schnelle Revanche. Nach vier Spielen in der Nations League stehen fünf Punkte zu Buche. Deutschland liegt in Gruppe 2 hinter den Niederlanden und Griechenland auf Platz drei – das würde derzeit nicht für den Einzug ins Viertelfinale reichen.
Im November folgen die Gruppenspiele in Serbien und zum Abschluss in Berlin gegen die Niederlande. Klopp dürfte dann auf einen stärker eingespielten A-Kader um Kapitän Joshua Kimmich setzen. Der direkte Vergleich mit Griechenland ist nach Niederlage und Unentschieden bereits verloren.
Urbig verhindert frühen Rückstand
Die deutsche Mannschaft begann im Stadion von PAOK Saloniki engagiert, musste aber früh eine heikle Szene überstehen. Jonas Urbig parierte in der zweiten Minute einen Kopfball von Giorgos Masouras spektakulär auf der Linie. Der Torhüter des FC Bayern stand damit erneut im Mittelpunkt.
Deutschland übernahm anschließend die Kontrolle. Florian Wirtz, der die Mannschaft in seinem 48. Länderspiel erstmals als Kapitän anführte, setzte mit einem abgefälschten Schuss ein erstes offensives Zeichen. Griechenland verteidigte tief und wartete auf Konter.
Burkardt-Tor zählt nicht
In der 32. Minute jubelten die Deutschen über den vermeintlichen Führungstreffer von Jonathan Burkardt. Der Videobeweis nahm das Tor jedoch zurück, weil Tom Bischof vor seinem Pass ein Handspiel unterlaufen war. Zur Halbzeit lautete das Torschussverhältnis 13:1 für Deutschland, das Ergebnis blieb 0:0.
Auch nach dem Seitenwechsel fand die DFB-Elf gegen den griechischen Abwehrblock keine entscheidende Lücke. Wirtz blieb der auffälligste deutsche Angreifer, klare Abschlüsse waren jedoch selten. Klopp brachte mit Nick Woltemade und Said El Mala weitere Offensivkräfte, doch die erhoffte Wirkung blieb aus.
Griechen bleiben gefährlich
Gleichzeitig musste Deutschland auf Konter der Gastgeber achten. Urbig strahlte weiter Sicherheit aus, während die deutsche Abwehr um Waldemar Anton und Malick Thiaw gefordert blieb. Philipp Treu verfehlte in der 87. Minute aus kurzer Distanz das Tor.
Am Ende stand ein torloses Unentschieden, das Deutschland im Kampf um die vorderen Gruppenplätze zurückwirft. Für die abschließenden Partien im November braucht die Mannschaft nun Punkte und mehr Durchschlagskraft gegen kompakte Gegner.
Viel Ballbesitz, wenig Ertrag
Das 0:0 in Thessaloniki bestätigt ein Muster, das sich bereits beim 0:1 in Augsburg gezeigt hatte: Deutschland kontrolliert lange Phasen, findet gegen einen tief stehenden Gegner aber zu selten Lösungen im Strafraum. Die 13:1-Torschussbilanz zur Halbzeit unterstreicht die deutsche Dominanz, ändert jedoch nichts daran, dass klare Abschlüsse und ein regulärer Treffer fehlten.
Für Jürgen Klopp ist das Ergebnis deshalb mehr als ein verpasstes Erfolgserlebnis. Nach vier Spielen stehen fünf Punkte zu Buche, Deutschland liegt hinter Griechenland und den Niederlanden auf Rang drei. Nur die beiden besten Teams erreichen das Viertelfinale; der verlorene direkte Vergleich mit Griechenland verschlechtert die Ausgangslage bei Punktgleichheit zusätzlich.
November wird zum Entscheidungsspielraum
Die letzten beiden Gruppenspiele im November führen Deutschland nach Serbien und anschließend gegen die Niederlande nach Berlin. Dann dürfte Klopp stärker auf eingespielte Abläufe und seine erfahrensten Spieler setzen. Das ist sportlich folgerichtig, erhöht aber zugleich den Druck: Zwei Siege könnten die Lage deutlich verbessern, weitere Punktverluste würden den Kampf um die K.-o.-Runde erschweren.
Für die Zuschauer zeigt sich ein bekanntes Problem im Übergang zu einer neuen Mannschaft: Hoher Aufwand und viel Ballbesitz garantieren gegen kompakte Abwehrreihen noch keine Tore. Positiv fällt der 23-jährige Jonas Urbig auf, der früh entscheidend parierte und auch im weiteren Spiel Sicherheit ausstrahlte.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
WEB.DE: „Griechenland-Spiel wird zum Wegweiser für Klopp“ (04.10.2026)
Der Bericht bestätige die Bedeutung der Partie für die weitere Nations-League-Saison und ordne die deutsche Mannschaft nach dem 0:0 auf Rang drei ein. Anders als die Spielanalyse der dpa richte er den Schwerpunkt auf die möglichen Folgen für Viertelfinale, EM-Qualifikation und künftige Spieltermine; offen bleibe, wie Deutschland die beiden November-Partien nutzen könne.
n-tv: „DFB-Team braucht Erfolg: Darum ist die Revanche so wichtig für Klopp“ (04.10.2026)
Der Artikel habe die Ausgangslage vor dem Spiel beschrieben und die möglichen Konsequenzen der Nations-League-Platzierung für Viertelfinale, EM-Qualifikation und Abstiegsregelung erläutert. Er bestätige damit die sportliche Brisanz des Ergebnisses, setze den Schwerpunkt aber stärker auf das Turnierformat und die Szenarien für die kommenden Monate.
Beide Beiträge hätten die Bedeutung der Partie für Klopps Neustart und die deutsche Tabellenposition hervorgehoben; die dpa-Meldung stelle dagegen den Spielverlauf, die griechische Defensivstrategie und die vergeblichen deutschen Angriffsbemühungen in den Mittelpunkt.
