DFB-Team spielt 0:0 in Griechenland und verpasst die Revanche
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 23:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das Nations-League-Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki 0:0 gespielt und damit auch die Revanche für die 0:1-Niederlage eine Woche zuvor in Augsburg verpasst.
Deutschland drückt, Griechenland verteidigt
Jürgen Klopps erneut veränderter Kader übernahm nach einem frühen griechischen Angriff die Kontrolle. Torhüter Jonas Urbig verhinderte in der zweiten Minute mit einem starken Reflex gegen Giorgos Masouras den Rückstand.
Deutschland erspielte sich zahlreiche Abschlüsse, fand gegen den tiefen Abwehrblock der Gastgeber aber zunächst keine Lücke. Florian Wirtz, der die DFB-Elf in seinem 48. Länderspiel erstmals als Kapitän anführte, setzte offensive Akzente.
Burkardts Treffer zählt nicht
Jonathan Burkardt erzielte in der 32. Minute nach einer sehenswerten Kombination sein vermeintliches erstes Länderspieltor. Der Treffer wurde nach Videobeweis wegen eines Handspiels von Tom Bischof im Vorfeld aberkannt.
Zur Halbzeit führte Deutschland bei den Torschüssen mit 13:1, dennoch stand es 0:0. Auch nach der Pause blieb die deutsche Mannschaft meist im Ballbesitz, konnte ihre Überlegenheit aber nicht in einen Treffer ummünzen.
Fünf Punkte aus vier Spielen
Griechenland blieb bei Kontern gefährlich, während Deutschland im Angriff zunehmend die Klarheit und Durchschlagskraft fehlten. Ein Abschluss von Philipp Treu in der 87. Minute blieb die letzte nennenswerte Möglichkeit.
Nach vier Spielen kommt Klopp mit der DFB-Auswahl auf fünf Punkte. Deutschland liegt in Gruppe 2 hinter den Niederlanden und Griechenland auf Rang drei, der nach aktuellem Stand nicht für den Einzug ins Viertelfinale reichen würde.
Endspurt im November
Im November stehen für Deutschland noch die Gruppenspiele in Serbien und zum Abschluss in Berlin gegen die Niederlande an. Dann soll ein stärker besetztes A-Team um Kapitän Joshua Kimmich die Qualifikation für das Viertelfinale sichern. Der direkte Vergleich mit Griechenland ist bei Punktgleichheit bereits verloren.
Ein Punkt verschärft den Druck
Das 0:0 lässt Deutschland nach vier Gruppenspielen mit fünf Punkten auf Platz drei stehen. Griechenland und die Niederlande liegen davor; nur die beiden besten Teams erreichen das Viertelfinale. Damit besitzt die deutsche Mannschaft im November keinen großen Spielraum mehr, wenn sie den Sprung in die K.-o.-Runde noch aus eigener Kraft schaffen will.
Direkter Vergleich als zusätzlicher Nachteil
Besonders schwer wiegt, dass Deutschland den direkten Vergleich mit Griechenland nach der 0:1-Niederlage in Augsburg und dem torlosen Rückspiel nicht mehr gewinnen kann. Bei Punktgleichheit kann dieses Kriterium entscheidend sein. Die verbleibenden Partien in Serbien und gegen die Niederlande werden deshalb nicht nur zur Chance auf weitere Punkte, sondern auch zur Bewährungsprobe für Klopps neu zusammengestellte Mannschaft.
Experimentierphase endet
Klopp setzte in der ersten Nations-League-Phase bewusst auf zwei Kader und zahlreiche junge oder wenig erfahrene Spieler. Der Ansatz brachte gegen Serbien einen überzeugenden 2:0-Sieg, offenbarte gegen Griechenland aber zweimal Probleme gegen einen tief stehenden Abwehrblock. Für die nächsten Spiele ist daher eine klarere Hierarchie angekündigt: Mit dem A-Team um Joshua Kimmich soll die deutsche Auswahl die nötige Stabilität und Durchschlagskraft entwickeln. Für die Spieler bedeutet das zugleich, dass der Konkurrenzkampf um Stammplätze an Bedeutung gewinnt.
