Forsa: AfD baut Vorsprung aus - Jeder Vierte unentschlossen
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 14:09 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deWeiterhin auffĂ€llig ist der hohe Anteil der NichtwĂ€hler und Unentschlossenen. Mit derzeit 27 Prozent liegt dieser deutlich ĂŒber dem Anteil der NichtwĂ€hler bei der Bundestagswahl 2025. Mehr als jeder vierte Wahlberechtigte ist damit derzeit politisch ungebunden.
Auch bei der politischen Kompetenz gibt es gegenĂŒber der Vorwoche nur geringe VerĂ€nderungen: 14 Prozent der Wahlberechtigten trauen der AfD zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden - ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Die Union verliert ebenfalls einen Prozentpunkt und kommt auf 12 Prozent. GrĂŒnen und Linken werden unverĂ€ndert jeweils 6 Prozent zugetraut, die SPD erreicht nach einem Minus von einem Prozentpunkt 4 Prozent.
Das Vertrauen in die Parteien insgesamt bleibt weiterhin gering. 56 Prozent der BĂŒrger trauen derzeit keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können. Das sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.
Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt auf niedrigem Niveau nahezu unverĂ€ndert: Aktuell sind 14 Prozent der BundesbĂŒrger mit seiner Arbeit zufrieden. 85 Prozent bewerten seine Arbeit kritisch.
Auch unter den eigenen AnhĂ€ngern fĂ€llt das Urteil kritisch aus: 50 Prozent der CDU/CSU-AnhĂ€nger sind mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden, 48 Prozent Ă€uĂern sich zufrieden. Unter den AnhĂ€ngern der SPD (19 Prozent), GrĂŒnen (9 Prozent), Linken (3 Prozent) und AfD (2 Prozent) findet die Arbeit des Bundeskanzlers ebenfalls kaum Zustimmung.
Die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen haben sich unterdessen weiter eingetrĂŒbt. Derzeit rechnen nur noch 11 Prozent mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse in Deutschland. 73 Prozent erwarten dagegen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, wĂ€hrend 16 Prozent von einer unverĂ€nderten Entwicklung ausgehen.
GegenĂŒber der Vorwoche hat sich die Stimmung damit erneut verschlechtert. Der Anteil derjenigen, die mit einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung rechnen, bleibt unverĂ€ndert niedrig, wĂ€hrend der Anteil der Pessimisten weiter gestiegen ist. Der wirtschaftliche Pessimismus erreicht damit den höchsten Wert der vergangenen Wochen.
Die Daten wurden von Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 28. Juli bis 3. August 2026 erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte.
