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China-AffÀre um Helmholtz-Zentrum wird Thema im Bundestag

23.06.2026 - 04:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die AffĂ€re um mutmaßlich problematische China-Kooperationen des Helmholtz-Zentrums fĂŒr Informationssicherheit (Cispa) in SaarbrĂŒcken hat ein parlamentarisches Nachspiel.

China-AffÀre um Helmholtz-Zentrum wird Thema im Bundestag
SAR - ReichstagsgebÀude am 22.06.2026 23.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Die SPD-Bundestagsfraktion will den Digitalausschuss mit dem Thema befassen, die CDU im Saarland will den Fall im zustÀndigen Landtagsausschuss behandeln.

Der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes SchĂ€tzl, sagte dem "Handelsblatt", angesichts der Bedeutung des Cispa halte er eine Beratung der VorgĂ€nge im Parlament "auch im Sinne der Transparenz fĂŒr geboten". Sollten sich die VorwĂŒrfe bestĂ€tigen, mĂŒsse der Vorgang "schnellstmöglich aufgeklĂ€rt werden", fĂŒgte SchĂ€tzl hinzu.

Gerade in der Cybersicherheitsforschung könnten Ergebnisse "sicherheits- und verteidigungspolitische Relevanz haben". Kooperationen mit Einrichtungen, die den chinesischen Sicherheitsbehörden nahestĂŒnden, brĂ€uchten deshalb "eine umfassende PrĂŒfung". SchĂ€tzl mahnte: "In sicherheitsrelevanten Bereichen dĂŒrfen wir keine NaivitĂ€t an den Tag legen." Er verwies darauf, dass China seit Jahren "eine Strategie der zivil-militĂ€rischen Verschmelzung" verfolge.

Der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CDU-Fraktion im saarlĂ€ndischen Landtag, Raphael SchĂ€fer, kĂŒndigte an: "Wir werden das Thema im zustĂ€ndigen Landtagsausschuss auf die Tagesordnung setzen." Er verwies auf offene Fragen zur Rolle der Landesregierung und zur Kontrolle des vom Bund und dem Saarland finanzierten Forschungszentrums.

"Das Cispa ist eine strategisch bedeutende Zukunftseinrichtung fĂŒr das Saarland", sagte SchĂ€fer dem "Handelsblatt". Wissenschaftsfreiheit und internationale Kooperation seien wichtig, "aber klar ist auch, dass es bei Cybersicherheit, KI und Dual-Use-Forschung besondere Sicherheitsstandards braucht". Umso wichtiger seien jetzt "Transparenz und AufklĂ€rung, um Schaden vom Forschungsstandort Saarland abzuwenden".

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