Erneut GesprÀche zur Zukunft der Meyer Werft
05.08.2024 - 18:22:14 | dpa.deIn dem heutigen GesprÀch seien sich alle Parteien einig gewesen, dass die Werft eine Zukunft habe, teilte das Unternehmen mit. Werftchef Bernd Eikens bekrÀftigte, dass der Sitz des Unternehmens im emslÀndischen Papenburg bleiben soll.
Betriebsratsvorsitzender Andreas Hensen sagte, es sei ein wichtiges Signal, dass alle Politiker parteiĂŒbergreifend und geschlossen fĂŒr die ArbeitsplĂ€tze und die Sicherung des Standorts einstehen wĂŒrden.
Das GesprĂ€ch basierte demnach auf dem kĂŒrzlich vorgelegten Entwurf des Sanierungsgutachtens. Der Entwurf stelle eine positive Zukunftsprognose fĂŒr die Werft in Aussicht. An dem Austausch nahmen laut Meyer Werft Lokalpolitiker, Landtags- und Bundestagsabgeordnete teil, wie auch die Gewerkschaft IG Metall.
Meyer Werft steckt in groĂer Krise
Die fĂŒr ihre Kreuzfahrtschiffe bekannte Werft steckt in der schwersten Krise ihrer mehr als 200-jĂ€hrigen Existenz. Die Werft hat derzeit AuftrĂ€ge bis 2028. Allerdings waren die VertrĂ€ge fĂŒr die Kreuzfahrtschiffe zum Teil vor der Corona-Pandemie abgeschlossen worden.
Wegen des zwischenzeitlichen Einbruchs des Tourismusmarktes waren die AuftrĂ€ge in Absprache mit den Reedereien zeitlich gestreckt worden. Sie sehen aber keine Anpassung an die drastisch gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine vor. Anfang Juli einigte sich die GeschĂ€ftsfĂŒhrung mit dem Betriebsrat und der IG Metall auf ein Restrukturierungskonzept. 340 der mehr als 3.000 Stellen sollen demnach abgebaut werden.
Das Unternehmen muss zur Finanzierung von Schiffsneubauten bis Ende 2027 mehr als 2,7 Milliarden Euro aufbringen. In dieser Summe ist nach frĂŒheren Angaben von Sanierer Ralf Schmitz auch die Erhöhung des Eigenkapitals um 400 Millionen Euro enthalten, die von den Banken verlangt wird. Im GesprĂ€ch sind auch Hilfen des Landes und des Bundes.
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