Über 3,5 Millionen Arbeitnehmer mit Zweitjob

21.01.2020 - 08:58:33 | ad-hoc-news.de

Die Anzahl der MehrfachbeschĂ€ftigten in der Bundesrepublik steigt rasant. Immer mehr Arbeitnehmer ĂŒben neben ihrer regulĂ€ren Arbeit weitere Nebenjobs aus.

Bedienung in einem Café - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten der Linken, Sabine Zimmermann, legte die Bundesagentur fĂŒr Arbeit Zahlen zu MehrfachbeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnissen vor. Im Juni 2019 waren 3,54 Millionen sog. „Multi-Jobber“ bei der Agentur gemeldet. Dies bedeutet einen Zuwachs von 123.601 innerhalb eines Jahres. Damit stieg die Quote um 3,62 Prozent. Die Dramatik der Zahlen wird deutlich, wenn diese Zahlen mit Werten aus dem Jahr 2004 verglichen werden. Vor 16 Jahren gab es lediglich 1,86 Millionen Arbeitnehmer mit einem oder mehreren Nebenjobs. Von den 3,5 Millionen Multi-Jobbern waren nahezu drei Millionen in einem regulĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnis beschĂ€ftigt und ĂŒbten daneben eine geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung aus. Über 345.000 Arbeitnehmer hatten zwei sozialversicherungspflichtige Jobs und ca. 260.000 Menschen ĂŒbten parallel mehrere Minijobs aus. Zimmermann verwies auf die Ergebnisse einer Studie, die von der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes vorgestellt worden war. Als Hauptgrund fĂŒr die MehrfachbeschĂ€ftigung nannten 53% der Befragten materielle Probleme. Der Verdienst aus dem regulĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnis reiche nicht mehr aus, um z.B. die drastisch gestiegenen Mieten in den GroßstĂ€dten zu bezahlen, so die Linken-Abgeordnete. Das PhĂ€nomen der MehrfachbeschĂ€ftigung ist ein Zeichen fĂŒr die finanzielle Schieflage, in der sich viele Arbeitnehmer befĂ€nden. Es muss wieder möglich sein mit dem Gehalt eines regulĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnisses ĂŒber die Runden zu kommen, auch wenn es sich um den Niedriglohnsektor handelt, so Zimmermann gegenĂŒber der „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“. Als Instrument dem Trend zu MehrfachbeschĂ€ftigung entgegenzuwirken, sieht Zimmermann die Erhöhung des Mindestlohns an. Eine Erhöhung auf 12 Euro pro Stunde sei unumgĂ€nglich. Und dies könne auch nur ein erster Schritt sein. Die Bundesregierung sei in der Pflicht, die gesetzliche Grundlage dafĂŒr zu schaffen, dass jeder von seiner Arbeit auch leben könne. Neben der Erhöhung des Mindestlohns, nannte Zimmermann vor allem eine Abschaffung von Leiharbeit als Niedriglohnsektor und die Abschaffung von prekĂ€ren BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnissen als Aufgabe einer verantwortungsvollen Arbeitsmarktpolitik..

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