9.097 ZurĂŒckweisungen an deutschen Grenzen im ersten Quartal
06.05.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach wurden im Rahmen der temporĂ€r eingefĂŒhrten Grenzkontrollen 7.176 Personen zurĂŒckgewiesen, die meisten von ihnen an der Grenze zu Frankreich (1.690), gefolgt von Ăsterreich (1.397) und Polen (1.250). Dabei handelt es sich laut Bundesregierung um vorlĂ€ufige Zahlen. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 42.215 Menschen zurĂŒckgewiesen worden, davon 9.273 im ersten Quartal.
Der innenpolitische Sprecher der GrĂŒnen, Marcel Emmerich, kritisierte das Vorgehen der Bundesregierung. "StationĂ€re Grenzkontrollen und ZurĂŒckweisungen sind weder wirksam noch rechtmĂ€Ăig", sagte er der Zeitung. Sie schadeten Europa, belasteten die Wirtschaft und wĂŒrden tausende PolizeikrĂ€fte an SchlagbĂ€ume binden. Gerade in einer Wirtschaftskrise trĂ€fen die Kontrollen Speditionen und Lieferketten besonders hart und gefĂ€hrdeten den reibungslosen Warenverkehr. "Dobrindt verkauft es als Sicherheit, dass entlang der Grenzen tausende Polizisten stehen und verschweigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Sie fehlen an Bahnhöfen, FlughĂ€fen und bei der BekĂ€mpfung schwerer KriminalitĂ€t."
Emmerich sagte, es gebe kein Gericht, das Dobrindts Linie bestĂ€tige, aber zahlreiche Entscheidungen, die sie fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rten. "Trotzdem hĂ€lt der Innenminister an seiner Politik fest und spricht weiter von EinzelfĂ€llen. Das ist RealitĂ€tsverweigerung." Der GrĂŒnen-Politiker bezeichnete die Kontrollen als "Symbolpolitik", die Millionen koste und kein einziges reales Problem löse. "Die Grenzblockaden mĂŒssen beendet und die rechtswidrigen ZurĂŒckweisungen gestoppt werden."
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