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Ost-Wahlen: Bund entwickelt NotfallplĂ€ne fĂŒr Nato-Drehscheibe

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 08:10 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung entwickelt NotfallplĂ€ne fĂŒr den Fall, dass einzelne BundeslĂ€nder die Verlegung von Nato-Truppen behindern.

Ost-Wahlen: Bund entwickelt NotfallplĂ€ne fĂŒr Nato-Drehscheibe
Warnung vor Panzern (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Mehrere Ressorts beschÀftigen sich mit der Frage, wie militÀrische MobilitÀt auch dann sichergestellt werden kann, wenn eine Landesregierung nicht kooperiert, berichten die "Welt" und der "Telegraph". Hintergrund sind offenbar mögliche Wahlerfolge der AfD im Osten Deutschlands.

Roderich Kiesewetter, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des AuswĂ€rtigen Ausschusses, sagte, der Kreml versuche, unterschiedliche Haltungen zu Russland innerhalb Deutschlands auszunutzen und das Land als logistische Drehscheibe der Nato "so unzuverlĂ€ssig wie möglich" zu machen. Um dies zu verhindern, wĂŒrden Beamte des Bundesinnenministeriums Gegenmaßnahmen gegen potenziell abtrĂŒnnige Landesregierungen erarbeiten.

Es gebe Planungen, wie die ArbeitsfĂ€higkeit der Nachrichtendienste gesichert werden könne und wie benachbarte BundeslĂ€nder im Ernstfall Aufgaben beim Schutz kritischer Infrastruktur und von SchlĂŒsselpersonal ĂŒbernehmen könnten, so Kiesewetter weiter.

Der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses im Landtag von Sachsen-Anhalt, Tobias Krull (CDU), bestĂ€tigte laufende Planungen. Es werde in bestimmten Institutionen auf Bundesebene darĂŒber nachgedacht, welche Maßnahmen man im Falle einer AfD-Alleinregierung "an der Landesregierung vorbei" durchfĂŒhren könne.

Krull zufolge wÀre eine AfD-Landesregierung zwar nicht in der Lage, die Umsetzung des Operationsplans Deutschland zu verhindern, aber den Prozess zu "verlangsamen". Dies treffe auch auf den Schutz von Zivilinfrastruktur zu. Als mögliche Verzögerungspunkte nennt Krull die Bereitstellung von KrÀften der Landespolizei sowie die Weitergabe von Weisungen und die Umsetzung von EinsatzplÀnen.

FĂŒr Putin sei es "vielleicht gar nicht das Ziel, die Nato militĂ€risch zu besiegen", denn dies sei ein schwieriges Unterfangen, sagte eine mit der Verteidigungsplanung vertraute Quelle aus einem westlichen Land. "Aber wenn es ihm gelingt, politische Bruchlinien innerhalb des BĂŒndnisses zu finden und zu vertiefen, dann ist das der schnellste Weg, die Allianz zu zerschlagen", so die Person. Aus Moskaus Sicht könne es "sehr wirksam" sein, sich kremlfreundlicher Politiker zunutze zu machen, um die schnelle Verlegung von Nato-Truppen zu verzögern.

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