Bahn, Kritik

Bahn hĂ€lt Kritik an Zug-Chaos nach EM-Spiel fĂŒr ĂŒberzogen

19.06.2024 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Deutsche Bahn hĂ€lt die Kritik am Zug-Chaos nach einem EM-Gruppenspiel in Gelsenkirchen fĂŒr ĂŒberzogen.

Signalleuchten der Deutschen Bahn (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Da ist mitunter eine Generalkritik an der Stadt und ihren Bewohner artikuliert worden, die Maß und Mitte verloren hat", sagte der fĂŒr die Bahnhöfe zustĂ€ndige Vorstand der Infrastruktursparte, Ralf Thieme, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). "Man kann darĂŒber streiten, wie oft ZĂŒge bei einem solchen Event fahren mĂŒssen - in Gelsenkirchen sind sie nach dem Spiel alle paar Minuten abgefahren", so Thieme. "Wenn aber 50.000 Leute aus dem Stadion strömen, bekommen naturgemĂ€ĂŸ nicht alle die erste Bahn." DafĂŒr die Stadt zu einem "Un-Ort in Deutschland" zu erklĂ€ren, werde dieser Frage nicht gerecht.

Bei den nĂ€chsten Spielen werde die Bahn verstĂ€rkt auf alternative Fahrtrouten hinweisen, sagte der Bahn-Vorstand. Außerdem solle beim nĂ€chsten Spiel ein Sonderzug von Gelsenkirchen in Richtung DĂŒsseldorf und Köln eingesetzt werden. Nach der Fußball-EM-Partie England gegen Serbien am vergangenen Sonntag hatten Fans ĂŒber Chaos bei der Abreise aus Gelsenkirchen geklagt. Noch Stunden nach Abpfiff waren die Bahnsteige ĂŒberfĂŒllt, wie Videos in sozialen Medien zeigten. Dagegen bat die Bahn Fans aus Österreich um Entschuldigung, die am Montag aufgrund einer Baustelle erst zur zweiten Halbzeit des Spiels ihrer Nationalmannschaft in DĂŒsseldorf angekommen waren. "Wir werden einen guten und kulanten Weg finden, sie zu entschĂ€digen", versprach Thieme. Es sei nur diese einzige Baustelle nicht rechtzeitig vor Beginn des Turniers fertig geworden, weil in der Nacht von Sonntag auf Montag dort eine Baumaschine kaputtgegangen sei. Von Tausenden gestrandeten Fans könne nicht die Rede sein, widersprach der Vorstand anderslautenden Meldungen. Es gehe um rund 150 betroffene Fans, fĂŒr die die VerspĂ€tung aber "total Ă€rgerlich" gewesen sei. Ansonsten ist die Bahn mit dem Auftakt der EM zufrieden: 1,2 Millionen FahrgĂ€ste zĂ€hlte das Unternehmen am ersten Wochenende, darunter 100.000 Fans. Zu gewalttĂ€tigen Übergriffen sei es nicht gekommen. "Das erste Wochenende verlief völlig friedlich", sagte Thieme. DafĂŒr sorgen neben 6.000 Bundespolizisten und 4.000 eigenen Sicherheitsleuten auch Polizisten aus den HeimatlĂ€ndern der Nationalmannschaften, die ihre Fans begleiten.

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