EU-Kommission will öffentliche AuftrĂ€ge fĂŒr EuropĂ€er reservieren
01.07.2026 - 12:03:49 | dts-nachrichtenagentur.deDarĂŒber hinaus kann die öffentliche Hand berĂŒcksichtigen, wie sozial, umweltfreundlich oder innovativ ein Angebot ausgerichtet ist. Der Vorschlag zur Reform des EU-Vergaberechts soll nach der Sommerpause offiziell vorgelegt werden.
Wie die öffentliche Hand die vier Kriterien auf die 30 Prozent verteilt, ist ihr nach dem Vorschlag ĂŒberlassen. Sie kann komplett auf "Made-in-EU"-Vorgaben setzen oder sie mit anderen Anforderungen kombinieren. Sie kann auch allein grĂŒne oder soziale Anforderungen vorgeben oder die Vergabe zu 100 Prozent vom Preis abhĂ€ngig machen.
Niemand soll demnach zu "Made in EU" gezwungen werden. DafĂŒr sollen die neuen Vorgaben aber fĂŒr alle Sektoren gelten. Ausgenommen sind nur Ausschreibungen, fĂŒr die - wie im Industrie-Beschleuniger-Gesetz (IAA) - ohnehin schon Vorgaben zu "Made in EU" festgeschrieben sind.
Bei der Vergabe öffentlicher AuftrÀge ist es auch schon heute möglich, andere Kriterien als den Preis heranzuziehen. Die meisten Ausschreibungen werden aber, auch aus Sorge vor Rechtsunsicherheit, weiterhin nach dem niedrigsten Preis vergeben. Das will die Kommission mit ihrem Vorstoà Àndern. Der Vorschlag kann sich bis zum September noch Àndern. Es gibt in der Kommission Stimmen, die vor einer zu starken Abschottung warnen.
