Strack-Zimmermann zweifelt an Schröder als Ukraine-Vermittler
10.05.2026 - 11:11:41 | dts-nachrichtenagentur.deHinzu komme, dass Schröder nicht nur bis nach Kriegsbeginn GeschĂ€fte mit Nord Stream und anderen russischen Konzernen gemacht habe, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament weiter. AuĂerdem gebe es noch den "bizarren Auftritt" von Schröder und seiner Frau 2022 in Moskau. Schröder habe zudem immer wieder die NĂ€he zu Putin gesucht und den Angriff auf die Ukraine nicht klar genug verurteilt. Die FDP-Politikerin zog als Fazit: "Es gibt also erhebliche Zweifel daran, dass das eine gute Idee wĂ€re."
Putin hatte Schröder am Samstag als Vermittler in die Diskussion gebracht. "Von allen europĂ€ischen Politikern wĂŒrde ich GesprĂ€che mit Schröder bevorzugen", sagte der russische PrĂ€sident auf einer Pressekonferenz.
Mit Blick auf diesen VorstoĂ gibt es auch aus der SPD Widerstand. "Putins VorstoĂ, ausgerechnet Gerhard Schröder als Vermittler ins Spiel zu bringen, ist ein Affront gegenĂŒber den USA und ein durchsichtiges Manöver", sagte Michael Roth (SPD), frĂŒherer Vorsitzender des AuswĂ€rtigen Ausschusses im Bundestag, dem "Tagesspiegel". Wer ernsthaft Frieden wolle, beginne mit einem Waffenstillstand.
Putin aber stelle Bedingungen, die die Ukraine kaum akzeptieren könne, und bringe zugleich "seinen persönlichen Freund als Vermittler ins Spiel", sagte Roth. "Das wirkt nicht wie ernsthafte Diplomatie, sondern wie der Versuch, GesprĂ€chsbereitschaft zu simulieren und neue Unruhe in Europa zu stiften." Ein Moderator möglicher Verhandlungen könne "nicht einfach Putins Buddy sein", sagte der SPD-Politiker. "Entscheidend ist, dass er vor allem von der Ukraine akzeptiert wird. Das können weder Moskau noch wir fĂŒr Kiew entscheiden."
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