Kommunen, Jahresende

Kommunen zum Jahresende 2022 höher verschuldet

01.03.2024 - 08:17:32 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Gemeinden und GemeindeverbĂ€nde einschließlich ihrer Beteiligungen waren zum Jahresende 2022 beim nicht-öffentlichen Bereich nach einer Modellrechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der LĂ€nder mit 313,9 Milliarden Euro verschuldet.

Rathaus (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das entsprach einer Verschuldung von 4.034 Euro pro Kopf, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Dabei werden neben den Schulden der kommunalen Kernhaushalte auch die Schulden der Extrahaushalte und sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen bis in tiefe Beteiligungsstufen abgebildet und den Kommunen zugeordnet. Diese integrierten kommunalen Schulden stiegen gegenĂŒber dem Jahresanfang 2022 um 4,3 Prozent (2021: +4,1 Prozent).

Dabei war bei den Kernhaushalten ein Anstieg um 4,7 Prozent (2021: -0,8 Prozent) und bei den kommunalen Beteiligungen an sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen ein Anstieg um 4,3 Prozent (2021: +7,8 Prozent) festzustellen. Nach der integrierten Modellrechnung wiesen die Gemeinden und GemeindeverbĂ€nde im Saarland zum Jahresende 2022 mit 6.083 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf, gefolgt von den Kommunen in Hessen (5.558 Euro), Rheinland-Pfalz (4.682 Euro), Nordrhein-Westfalen (4.612 Euro) und Niedersachsen (4.312 Euro). Im Rahmen des Saarlandpakts wurden bis zum Jahresende 2022 Kassenkredite der saarlĂ€ndischen Gemeinden und GemeindeverbĂ€nde in Höhe von 728,1 Millionen Euro durch das Land ĂŒbernommen. Dennoch blieben die integrierten kommunalen Schulden im Jahresverlauf 2022 mit einem Anstieg von 0,1 Prozent nahezu konstant. Die Schuldenreduzierung bei den Kernhaushalten wurde durch einen moderaten Schuldenaufbau bei den kommunalen Beteiligungen ausgeglichen. Auch in Rheinland-Pfalz (+0,8 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+1,8 Prozent) verĂ€nderten sich die SchuldenstĂ€nde im Jahr 2022 mĂ€ĂŸig. Dagegen kam es in Hessen und in Niedersachsen sowohl bei den Kernhaushalten als auch bei den kommunalen Beteiligungen zu einem Schuldenaufbau von insgesamt 5,7 Prozent beziehungsweise 8,3 Prozent. Die geringsten Schuldenniveaus je Einwohnerin und Einwohner wurden fĂŒr die Kommunen in Brandenburg (2.534 Euro), Sachsen (2 809 Euro) und Bayern (2.926 Euro) ermittelt. WĂ€hrend die integrierten kommunalen Schulden Brandenburgs im Jahr 2022 nur moderat um 1,3 Prozent stiegen, nahmen die Schulden Bayerns (+7,1 Prozent) und Sachsens (+9,5 Prozent) stĂ€rker zu. Eine Zunahme der Schulden sieht man vor allem bei der kreisfreien Stadt MĂŒnchen und Landkreisbereichen (Landkreishaushalte sowie alle kreisangehörigen Gemeinden/-verbĂ€nde) in Oberbayern sowie bei den drei kreisfreien StĂ€dten in Sachsen, so das Bundesamt.

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