Union gegen Erhöhung von KassenbeitrĂ€gen fĂŒr Gutverdiener
07.06.2025 - 13:24:23 | dpa.de
Die Unionsfraktion hat einen SPD-VorstoĂ fĂŒr höhere KrankenkassenbeitrĂ€ge fĂŒr Gutverdiener zurĂŒckgewiesen. «Dadurch wird Arbeit und Leistung unnötig verteuert und es schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland», sagte der fĂŒr Gesundheitspolitik zustĂ€ndige stellvertretende Unionsfraktionschef Albert Stegemann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.Â
Im Koalitionsvertrag habe man sich darauf verstĂ€ndigt, Belastungen fĂŒr die Beitragszahler zu vermeiden. «Daher werden wir uns gemeinsam mit der SPD grundlegend mit der Finanzierung beschĂ€ftigen. Wir mĂŒssen insbesondere das System effizienter machen und dadurch Kosten senken.»
SPD-Politiker: Keine Denkverbote
Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis hatte wegen der angespannten Finanzlage der Kassen vorgeschlagen, dass Gutverdiener mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen sollten. Konkret hatte er fĂŒr eine Erhöhung der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze um rund 2.500 Euro auf das Niveau der Bemessungsgrenze bei der Rentenversicherung plĂ€diert. «FĂŒr eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen dĂŒrfen wir uns keine Denkverbote auferlegen», sagte Pantazis «Bild».
Die Beitragsbemessungsgrenze bezeichnet den maximalen Bruttolohn, bis zu dem SozialversicherungsbeitrĂ€ge abgefĂŒhrt werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei. Aktuell liegt sie in der Krankenversicherung bei 5.512,50 Euro monatlich. Laut Statistischem Bundesamt kommen fast 30 Prozent der VollzeitbeschĂ€ftigten auf ein Jahresbrutto in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze oder darĂŒber und wĂ€ren damit von einer Erhöhung betroffen.
Deutlich weniger Netto vom Brutto
«Bild» hatte unter Berufung auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler berichtet, dass beispielsweise ein Single mit 6.000 Euro Monatsbrutto 406 Euro mehr pro Jahr an die Krankenkasse zahlen mĂŒsste, ein Single mit 7.000 Euro Brutto 1.170 Euro mehr im Jahr. Eine vierköpfige Familie mit 6.500 Euro Brutto pro Monat hĂ€tte 865 Euro weniger netto im Jahr, bei 7.500 Euro Brutto wĂ€ren es fast 1.700 Euro weniger.
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