Europa, USA

EU-Abgeordnete stimmen Umsetzung des US-Zolldeals zu

16.06.2026 - 12:48:21 | dpa.de

Die Handelsvereinbarung soll VerlĂ€sslichkeit bringen. US-PrĂ€sident Trump pocht auf eine baldige Umsetzung. Das EuropĂ€ische Parlament spricht sich dafĂŒr aus - aber nicht um jeden Preis.

  • Deutschland exportierte viele Autos in die USA. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
    Deutschland exportierte viele Autos in die USA. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
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    Deutschland exportierte viele Autos in die USA. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
Deutschland exportierte viele Autos in die USA. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa Deutschland exportierte viele Autos in die USA. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa

Das Europaparlament hat die vollstĂ€ndige Umsetzung des umstrittenen Zollabkommens mit den USA gebilligt. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit breiter Mehrheit dafĂŒr, Zölle auf US-IndustriegĂŒter abzuschaffen und US-MeeresfrĂŒchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewĂ€hren. Allerdings unter Vorbehalt: Unter anderem ist vorgesehen, dass die EU-ZollzugestĂ€ndnisse bei VerstĂ¶ĂŸen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können. Dies könnten etwa erneute Zollerhöhungen sein. 

Zudem sollen die USA bis Jahresende Zölle auf Waschmaschinen und andere Produkte mit Stahlanteil auf höchstens 15 Prozent reduzieren. Wenn dies nicht geschieht, will die EU ebenfalls solche Zölle prĂŒfen. DarĂŒber hinaus soll unter anderem ein festes Ablaufdatum festgelegt werden. 

Abkommen wehrte Handelskrieg ab

Die Regelungen entsprechen einer Einigung, die Vertreter des Parlaments und der Mitgliedstaaten im Mai getroffen hatten. Die EU-Kommission hatte sich im vergangenen Sommer auf den Zolldeal eingelassen, um einen drohenden Handelskrieg abzuwenden. 

Gleichzeitig musste die EuropĂ€ische Union aber US-Zölle in Höhe von bis zu 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die Vereinigten Staaten akzeptieren und weitere ZugestĂ€ndnisse wie die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-IndustriegĂŒter machen. 

US-PrĂ€sident Donald Trump setzte der EU vor ein paar Wochen eine Frist fĂŒr die Umsetzung der Handelsvereinbarung. Sollte die EU nicht bis zum US-Nationalfeiertag am 4. Juli ihren Teil des Abkommens erfĂŒllen, wĂŒrden die Zölle «leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen», teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. 

Auf EU-Seite ist nach der Zustimmung des Parlaments auch die BestÀtigung durch den Ministerrat nötig. Der Einigung zwischen Abgeordneten und EU-Staaten zufolge sollen die Regelungen spÀtestens zum 4. Juli in Kraft treten. 

Wichtige Handelspartner

Die EU und die Vereinigten Staaten unterhalten umfassende bilaterale Handels- und Investitionsbeziehungen. EU-Zahlen zufolge geht es um fast 30 Prozent des weltweiten Handels mit Waren und Dienstleistungen und um 43 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

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