Feuerzeugwurf: Berufung von Kiel und St. Pauli unzulÀssig
28.02.2025 - 14:06:51 | dpa.de
Der Einspruch der Abstiegskandidaten FC St. Pauli und von Holstein Kiel in der Berufungsverhandlung um den Feuerzeugwurf-Eklat aus der Bundesliga ist abgewiesen worden. Die Berufungen gegen das Urteil seien unzulĂ€ssig, entschied das Bundesgericht des Deutschen FuĂball-Bundes in Frankfurt/Main.
Die beiden Clubs waren nicht am Skandal-Spiel 1. FC Union Berlin - VfL Bochum vom 14. Dezember beteiligt, sahen aber eine Einflussnahme auf die IntegritÀt des Wettbewerbs - genau genommen auf den Abstiegskampf.
«Ein nicht praktikabler Weg»
Ein berechtigtes Interesse könne jeder Verein haben, so der Richter. Man habe geprĂŒft, wann ein «unmittelbares» Interesse bestehe. Der Kreis der Vereine könne aber nicht zu groĂ gezogen werden. «Dies wĂ€re ein nicht praktikabler Weg», hieĂ es zur BegrĂŒndung weiter.
Das Sportgericht des Verbandes hatte in erster Instanz geurteilt, dass die Partie nicht wie ausgegangen 1:1 gewertet wird, sondern mit 2:0 fĂŒr die Bochumer. Die Begegnung im Stadion An der Alten Försterei war in der 92. Minute fĂŒr mehr als 25 Minuten unterbrochen, nachdem der Bochumer Schlussmann Patrick Drewes von einem aus dem Union-Block geworfenen Feuerzeug getroffen worden war und vom Feld musste.
Neben Union Berlin hatten auch St. Pauli als Tabellen-15. und Kiel als Schlusslicht Berufung gegen das Urteil des Sportgerichts eingelegt. Zum Auftakt der zweiten Verhandlung entschied aber das DFB-Bundesgericht unter dem Vorsitz von Oskar Riedmeyer, dass die Berufungen nicht zugelassen werden.
«Ihnen geht es doch nur um die Punkte»
Bochums Anwalt Christoph Schickhardt sagte in die Richtung der Rechtsvertretung von Kiel und St. Pauli: «Hören Sie auf mit Moral und sportliche IntegritÀt - Ihnen geht es doch nur um die Punkte.» Am letzten Spieltag empfÀngt St. Pauli die Bochumer - womöglich zu einem Endspiel um den Klassenverbleib.
Wenn das Bundesgericht das Urteil des Sportgerichts vom 9. Januar bestĂ€tigt, hĂ€tte Bochum zwei Punkte mehr in der Tabelle und wĂŒrde nach dem derzeitigen Stand den 1. FC Heidenheim, der sich nicht in den juristischen Streit einmischen wollte, um zwei ZĂ€hler ĂŒberflĂŒgeln und vom 16. Platz verdrĂ€ngen. Berlin (13.) wĂŒrde ein Punkt abgezogen.
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